Rahmenprogramm

 

Im Anschluss an die täglichen Lehrveranstaltungen sowie insbesondere jeweils am Mittwoch in den drei Sommeruni-Wochen bieten wir ein kulturelles und touristisches Rahmenprgramm mit Vorträgen, Diskussionen und Abendveranstaltungen. Zudem laden wir euch zur Teilnahme an Exkursionen ein. Genauere Informationen zu den Orten erhaltet ihr im Laufe der Sommerunis.

8. Aug (Mi) – Thementag 1

Mittwoch, 8. August ab 11.00 Uhr, Bibliothekstraße 5, Gebäude MZH,  Raum MZH 1470

– öffentlich und kostenlose Teilnahme –

11.00 Uhr
Begrüßung und Einführung zu den Sommerunis
Henrike Illig und Veronika Oechtering, Uni Bremen

11.30 Uhr
Mittagsbüffet

Parallele Angebote:

12.45 – ca. 16 Uhr
Besuch und Führung bei ArcelorMittal, Werk Bremen
(max. 25 Teilnehmerinnen, > Anmeldung erforderlich)

alternativ:

12.45 – 13.45 Uhr
Institutsführung Bremen Ambient Assisted Living Lab (BAALL)
(max. 15 Teilnehmerinnen, > Anmeldung erforderlich)

14.00 – 15.00 Uhr
Institutsführung Robotics Innovation Centre (RIC) des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI)
(max. 15 Teilnehmerinnen, > Anmeldung erforderlich)

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11. Aug (Sa) – Networking

Networking-Party der Ingenieurinnen-Sommeruni

Samstag, 11.8. ab 19.00 Uhr
Wir laden herzlich alle neuen und „alten“ Teilnehmerinnen und Dozentinnen sowie deren Freund*innen zur Networking-Party ein! Im schönen Bremer Teerhof wird mit leckerem Essen und guter Musik getanzt und gefeiert!
Zur Planung freuen wir uns über Voranmeldungen. Spontane Gäste sind auch willkommen.
> zur Anmeldung

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13. Aug (Mo) – Mittags Firmenpräsentation und Abendvortrag Lilli Hasche

MITTAGSPAUSE
Firmenpräsentation CONTACT Software GmbH:
Eine Einführung in das Internet der Dinge im Produkt-Lebenszyklus-Management

Dr. Nicole Drechsler
IoT – Entwicklerin

Montag, 13. August, 13.15 – 13.45 Uhr, Gebäude MZH, Raum 1100

CONTACT Software ist führender Anbieter von offener Standardsoftware für den Produktentstehungsprozess und die digitale Transformation. Unsere Produkte helfen, Projekte zu organisieren, Prozesse verlässlich auszuführen und weltweit anhand von virtuellen Produktmodellen und ihrem digitalen Zwilling zusammenzuarbeiten. Unsere offene Technologie und Elements Plattform ist ideal, um weitere IT-Systeme und das Internet of Things für durchgängige Geschäftsprozesse zu verbinden. Wir entwickeln modernste Software, damit Unternehmen ihre Produktdaten in Prozessen und Projekten besser nutzen können. Wir schaffen Arbeitswelten, in denen Mitarbeiter ihre Potenziale auf bessere Produkte und Services konzentrieren und in denen sie befreit von unnötiger Bürokratie und Routinearbeit reibungsloser zusammenarbeiten können. Dies ist unsere Mission: Energizing great minds

 

ABENDVORTRAG
Baumwollbörse, Überseehafen und Qualitätsstandards – Was der Kolonialismus mit Bremen und seinem Baumwollhandel zu tun hat

Lilli Hasche
Universität Bremen

Montag, 13. August, 17.00 Uhr, Gebäude MZH, Raum 1470
Sprache: Der Vortrag wird auf Deutsch angeboten
– öffentlich, keine Teilnahmegebühren –

Baumwolle hat in Bremen eine lange Geschichte. Seit 1872 gibt es in Bremen eine Baumwollbörse. Ende des 19. Jahrhundert war Bremen der wichtigste deutsche Einfuhrhafen für den Rohstoff, an dem die Jobs von etwa 13% aller deutschen Arbeiterinnen und Arbeiter hing. Ein Großteil der Baumwolle kam aus den USA, ein kleiner Teil aus deutschen Kolonien in Afrika – Baumwolle ist also eng verbunden mit der Geschichte des europäischen Kolonialismus. Auch wenn in Bremen heute kaum noch mit Baumwolle gehandelt wird, konnten sich die Bremer Akteure des Baumwollhandels eine wichtige Stellung in der Branche bewahren, indem sie sich auf diese veränderte Situation einstellten und ihr Tätigkeitsfeld anpassten.
Der Vortrag vermittelt eine Perspektive auf den Baumwollhandel in Geschichte und Gegenwart die mit üblichen Darstellungen bricht, indem Macht- und Ausbeutungsverhältnisse und –mechanismen aufgezeigt werden. Er stellt dabei die Bremische Handels- und Hafenpolitik, koloniale Lobbyverbände und Kolonialverwaltungen, Baumwollkaufleute und Handelsverbände, Qualitätsstandards und Messtechnik miteinander in Beziehung.

Lilli Hasche hat Politikwissenschaft, Geschichte und Transkulturelle Studien in Bremen und Paris studiert. Für ihre Masterarbeit zu Baumwollqualitätsstandards hat sie am Cotton Classing & Testing Training der Baumwollbörse teilgenommen. Seit 2014 bietet sie Stadtführungen zu kolonialen Spuren in der Bremer Überseestadt an.

Der Vortrag findet in Kooperation der Initiative „Eine Uni – ein Buch – eine Stadt“ im Rahmen der Informatica Feminale und der Ingenieurinnen-Sommeruni statt.

14. Aug (Di) – Mittagsvortrag Nina Bittcher und Exkursion Stadtführung

MITTAGSVORTRAG
Transmedial, crossmedial – mir doch egal? Neue Erzählformate als Arbeitsumfeld für Informatiker*innen

Nina Bittcher, M.A.
Projektmanagerin, Bremen

Dienstag, 14. August, 13.15 – 13.45 Uhr, Gebäude MZH, Raum 1100
Sprache: Der Vortrag wird auf Deutsch angeboten

Medienschaffenden wird immer bewusster, welches Potenzial die Durchdringung des Unterhaltungsangebots mit neuen, digitalen Technologien birgt. Waren diese anfangs nur in kleinen Panels der Film-Festivals zu finden, wird crossmediales Erzählen mittlerweile sogar von Filmförderungen finanziert. Auch Fernsehsender möchten sich in diesem Gebiet profilieren.
Nach einer kurzen Vorstellung des crossmedialen Ansatzes – der weit über „wir machen einen Film und dann noch eine Internetseite dazu“ hinausgeht – soll auf Chancen und Tücken der Produktion eingegangen werden. Am Beispiel der Kinder-Webplattform „Das Leben ist Jippie!“ geht es dabei um Finanzierungsmöglichkeiten, Barrierefreiheit, Produktionsabläufe und Verwertungsmöglichkeiten. Im Anschluss soll eine Diskussion den Austausch über aktuelle Entwicklungen, eigene Erfahrungen und andere beeindruckende Projekte dieser Erzählform ermöglichen.

 

EXKURSION
Stadtführung Bremen

Dienstag, 14.8. um 17.00 – 19 Uhr
Abfahrt von der Uni 16.30 Uhr, Treffpunkt Cafeteria
Sprache: Sind englischsprachige Teilnehmerinnen anwesend, wird die Sprache Englisch sein.
Teilnehmerinnen: 20

Für alle Bremen-Besucherinnen und ebenso für die Bremerinnen. Es wird auf der Stadtführung im historischen Zentrum Bremens Spannendes und „Noch-nicht Gewusstes“ über Frauen und Technik in der Geschichte der Hansestadt geboten.

> Anmeldung erforderlich

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15. Aug (Mi) – Thementag 2

Mittwoch, 15. August ab 11.00 Uhr, Bibliothekstraße 5, Gebäude MZH,  Raum MZH 1470

– öffentlich und kostenlose Teilnahme –

11.00 bis 15.30 Uhr
Vorträge und Diskussionen zum

Fokus 2018 „Geschlechterpolitik und Ingenieurinnen-Arbeit“
Vorträge behandeln das diesjährige Schwerpunktthema unter den Aspekten Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Informatik und Ethik.
Zugleich finden Vorträge rund um Studium, Beruf und Karriere statt.
Firmen mit geschlechtersensiblen Organisationskonzepten und Personalmanagement-Strategien, die Ingenieurinnen erfolgreich auf ein breites Spektrum an Führungspositionen bringen, präsentieren ihre ‚best practices‘ den Teilnehmerinnen der Informatica Feminale.

11.00 – 11.10 Uhr
Grußwort der Studiendekanin des Fachbereichs
Produktionstechnik der Universität Bremen
Professorin Dr.-Ing. Maren Petersen

11.10 – 11.40 Uhr
Geschlechtergerechte Arbeit
Stefanie Gebhardt, IG Metall, Bremen

11.40 – 12.25 Uhr
Präsentation der Firma ArcelorMittal
Die ArcelorMittal Bremen GmbH produziert Flachstahl u. a. für die Automobilindustrie und ist als einer von 4 Standorten in Deutschland ein Teil des international agierenden ArcelorMittal Konzerns. In einer Branche, in der es traditionell eine sehr geringe Frauenquote gibt, ist es umso wichtiger, vielfältige Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Beruf & Familie zu machen und damit die Attraktivität des Unternehmens – insbesondere vor der Hintergrund eines zu erwartenden Fachkräftemangels – für alle potenziellen Beschäftigtengruppen zu steigern.

12.25 – 13.30 Uhr
– Mittagspause mit Büffet –

13.30 – 14.15 Uhr
Präsentation der Firma Airbus

14.30 – 15.15 Uhr
Präsentation der Firma BTC
BTC ist ein mittelständisches expandierendes IT-Beratungsunternehmen mit einem ganzheitlichen, auf Branchen ausgerichteten IT-Beratungsangebot, das von der Prozessberatung über die Systemintegration bis hin zum Betrieb von IT-Systemen im Outsourcing reicht. Mit ihren Prozess- und Technologieexperten begleiten sie ihre Kunden aus den Bereichen Energie, Industrie und Dienstleister und öffentlicher Sektor bei den Herausforderungen des digitalen Wandels. BTC schätzt Vielfalt! Charakter und Einzigartigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters bestimmen den Erfolg bei ihren Kunden. Fairness, Wertschätzung und Gleichbehandlung sind wesentliche Bestandteile der Unternehmenskultur.

Im Anschluss Exkursion:
16.00 Uhr
Besuch und Führung im Bremer Müllheizkraftwerk
(max. 25 Teilnehmerinnen, Treffpunkt in der Uni um 15.30 Uhr
> Anmeldung erforderlich)

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18. Aug (Sa) – Networking

Networking-Party der Informatica Feminale

Samstag, 18.8. ab 19.00 Uhr
Wir laden herzlich alle neuen und „alten“ Teilnehmerinnen und Dozentinnen sowie deren Freund*innen zur Networking-Party ein! Im schönen Bremer Teerhof wird mit leckerem Essen und guter Musik getanzt und gefeiert!
Zur Planung freuen wir uns über Voranmeldungen. Spontane Gäste sind auch willkommen.
> zur Anmeldung

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20. Aug (Mo) – Vortrag Judith Simon

Was soll die Ethik in der Informatik – Beiträge der Philosophie zur Technikgestaltung

Professorin Dr. Judith Simon
Professorin für Ethik in der Informationstechnologie, Universität Hamburg

Montag, 20. August, 17.00 Uhr, Gebäude MZH, Raum 1470
Sprache: Der Vortrag wird auf Deutsch angeboten
– öffentlich, keine Teilnahmegebühren –

Digitale Technologien verändern tiefgreifend Wissens-, Entscheidungs- und Handlungsprozesse in Alltag und Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Philosophie im Allgemeinen und Ethik im Speziellen stellen Methoden bereit, diese Veränderungen kritisch zu hinterfragen. Im Vortrag werden zunächst drei Zugänge zur Ethik in der Informationstechnologie dargelegt und am Beispiel neuerer Entwicklungen an der Schnittstelle von Big Data und Künstlicher Intelligenz erörtert: Ethik in der Informationstechnologie als 1) Ethik der Profession, 2) Ethik der Nutzung von Technologien und 3) Ethik der Technologien selbst. Basierend auf dieser Analyse wird argumentiert werden, dass dieser dreifache Zugang notwendig, aber nicht hinreichend ist. Für das Verständnis digitaler Technologien und deren Auswirkungen auf Menschen und Gesellschaften, muss zudem die zunehmend komplexe sozio-technische Verteilung von Handlungsfähigkeit berücksichtigt, Fragen von Macht und Verantwortung adressiert, sowie ethische Analysen mit erkenntnistheoretischen und politischen Fragen zusammengedacht werden.

Judith Simon ist Professorin für Ethik in der Informationstechnologie an der Universität Hamburg und hat zuvor im In- und Ausland zu Themen aus der Philosophie, Wissenschaftstheorie und Technikfolgenabschätzung geforscht. Sie beschäftigt sich derzeit vor allem mit der Verschränkung ethischer, erkenntnistheoretischer und politischer Fragen im Kontext von Big Data und Digitalisierung. Judith Simon ist Mitherausgeberin der Zeitschriften »Big Data & Society« und »Philosophy & Technology«, der Open Library of Humanities sowie der Buchreihe »Philosophy, Technology and Society« (Rowman & Littlefield International). Ferner ist sie gewähltes Vorstandsmitglied der International Society for Ethics and Information Technology (INSEIT) sowie der International Association for Computing and Philosophy (IACAP).

21. Aug (Di) – Vortrag Katja Karger

Arbeit der Zukunft: Schöne neue Arbeitswelt für Alle?

Katja Karger
DGB Vorsitzende Hamburg

Dienstag, 21. August, 17.00 Uhr, Gebäude MZH, Raum 1470
Sprache: Der Vortrag wird auf Deutsch angeboten
– öffentlich, keine Teilnahmegebühren –

Die Technisierung der Arbeitswelt ist kein neues Phänomen, aber wir stehen vor einer neuen Dimension: Die Digitalisierung beschleunigt und intensiviert die Erwerbstätigkeit. Dabei macht sie Grenzen überflüssig und verändert sowohl Wertschöpfungs- als auch Machtstrukturen. In der Folge wird sich die Lebenswelt der Erwerbstätigen in allen Branchen entscheidend verändern. Bisher werden mit dem Schlagwort „Industrie 4.0“ allerdings überwiegend traditionell männliche Berufe und Branchen unter dem Aspekt des technologischen Fortschritts diskutiert. Der weitgehend weiblich besetzte Dienstleistungsbereich findet hingegen noch wenig Beachtung in der Diskussion. Dadurch werden nicht nur die Erfahrungen vieler berufstätiger Frauen ausgeblendet, auch die geschlechterspezifischen Ungleichheiten in der Arbeitswelt fallen unter den Tisch. Die Verengung des Blicks auf einige wenige Branchen lässt zudem weitere Faktoren außen vor: Klimawandel, demografische Entwicklung sowie Feminisierung der Arbeit beeinflussen den Wandel der Arbeitswelt. Vor diesem Hintergrund hat der DGB eigene Ideen zur Arbeit der Zukunft formuliert. Wesentlicher Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass die Digitalisierung ein Prozess ist, der von Menschen verantwortet wird und daher politisch gestaltbar ist. Dafür muss der Mensch in den Mittelpunkt der Debatte gestellt werden. Nur dann gibt es die Chance, dass die künftige Arbeitswelt auch gute Arbeit für alle bringt. Welche Chancen und Risiken mit der Arbeit der Zukunft verbunden sind, wird Katja Karger vorstellen und diskutieren.

Katja Karger ist seit 2013 Vorsitzende des DGB Hamburg. Sie ist Kulturwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Kultur der Arbeit“ und beschäftigte sich mit den Werten und Normen, die mit der Erwerbsarbeit verknüpft werden. Als gelernte Industriekauffrau arbeitete sie u.a. beim Privatradiosender ffn als auch bei der Internetagentur Pixelpark.

22. Aug (Mi) – Thementag 3

Mittwoch, 22. August ab 11.00 Uhr, Bibliothekstraße 5, Gebäude MZH,  Raum MZH 1470

– öffentlich und kostenlose Teilnahme –

11.00 – 11.30 Uhr
Grußworte und Einführung

11.30 – 12.00 Uhr
Das Verbundvorhaben „smile – Smart Environments als Kontext motivierender Lernangebote für Mädchen für einen wachsenden Anteil von Informatikerinnen durch Einbezug von Lehrkräften und Eltern“
Kerstin Bub und Anke Königschulte, Universität Bremen

Wie müssen Lernumgebungen strukturiert sein, um speziell Mädchen für Informatik zu begeistern? Der Frauenanteil in Informatikstudiengängen ist mit rund 20 Prozent in Deutschland nach wie vor sehr niedrig. Dabei bieten IT-Berufe langfristig sichere Zukunftsperspektiven bei guten Verdienstmöglichkeiten. Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten und im April 2017 gestarteten Verbundprojekts smile ist die nachhaltige Erhöhung des Anteils der Frauen, die ein Studium der Informatik aufnehmen sowie die Senkung der Abbruchquoten, um die Anzahl an Informatik-Akademikerinnen nachhaltig zu steigern.
Smile möchte ein positives Bild der Informatik speziell bei Mädchen und weiblichen Teenagern aufbauen. Dazu werden die Schülerinnen von der fünften Klasse bis zum Schulabschluss durch Laborveranstaltungen, Vorträge und kostenlose Workshop-Angebote schon früh angesprochen. Anhand des hochaktuellen und innovativen Themas der intelligenten Umgebungen werden Fragestellungen locker aufgegriffen und entwickelte Technologien begreifbar präsentiert und erklärt. Die notwendigen Fähigkeiten, um selbst informatik-technische Lösungen erarbeiten zu können, erwerben die Schülerinnen im weiteren Verlauf der Lernangebote.
Seit März 2018 finden die ersten Workshops statt an den Bremer Standorten des DFKI (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz), CNI (Kognitive Neuroinformatik) und im FabLab des dimeb (AG Digitale Medien in der Bildung) sowie bei den Partnern OFFIS Oldenburg, der Abteilung für Didaktik für Informatik der Universität Oldenburg und der HAW Hamburg. Kerstin Bub (CNI) und Anke Königschulte (DFKI) berichten in ihrem Vortrag von diesen smile-Angeboten: Das sind erste Erfahrungen aus der praktischen Arbeit mit den Schülerinnen verschiedener Altersstufen, die Konzepte, die zu dieser frühen Zeit des Projekts speziell Schülerinnen ohne Vorwissen ansprechen sollen, und ausgewählte Exponate, die in den Workshops erstellt wurden. Des Weiteren gehen die Referentinnen darauf ein, wie Vernetzungsstrukturen für Mädchen unterschiedlicher Altersstufen untereinander und vor allem auch mit Frauen aus Informatikberufen geschaffen werden sollen. Der Kontakt zu Vorbildern und zu Informatikberufen zur kontinuierlichen Motivation der Schülerinnen ist ein weiterer wesentlicher Ansatz von smile um die Projektziele zu erreichen.

12.00 – 12.30 Uhr
ABLETON: 7 things you might not have expected to do in your software engineering job

Micha Bürgle
Ableton, Berlin

A good software engineer’s skill set goes beyond fluency in one or more programming languages and logical thinking. This is old news. Depending on your work environment you might still be surprised at the range of activities you’ll be required to take part in, or even drive, at some point. Micha outlines extensions of the software engineer role in product development at Ableton.

As Product Owner with Ableton, Micha Bürgle improves connections between music makers and their tools. Before taking on a product role, she spent a decade engineering software in various domains.
She attended Informatica in its early years. Personal Informatica highlights are her first hands-on agile experience and the first advice she got on styles of leadership.

 12.30 – 13.30 Uhr
– Mittagspause mit Büffet –

13.30 – 14.00 Uhr
Bearing Point: Is it a man‘s world? –  Diversity in einem Beratungsunternehmen

Malgorzata Mochol (Managerin)
Theresa Vogt (Business Consultant)

Zwei Beraterinnen der Firma BearingPoint räumen mit Beratungsklischees auf und stellen ihren Berufsalltag vor. Dabei wird aufgezeigt, wie Menschen mit unterschiedlichen fachlichen und beruflichen Hintergründen ihren Karriereweg gestalten und welche Anforderungen hierdurch an den Arbeitgeber gestellt werden. Darauf aufbauend werden Beispiele von Maßnahmen vorgestellt, wie Diversity und Work-Life-Balance bei BearingPoint verstanden und umgesetzt wird.

14.00 – 14.30 Uhr
Präsentation der Firma Salt and Pepper

Als Unternehmen für hochwertige Engineering-Services erkennen wir die Potenziale unseres Teams – und fördern sie. Mit unserem SALT AND PEPPER
Karriereprogramm treiben wir deine Zukunft an neun Standorten mit anspruchsvollen Projekten und bei deutschlandweit namhaften Kunden voran.
Neugierig? Dann schalte in den Karriereturbo unter www.salt-and-pepper.eu/de/karriere und werde Teil unseres Teams.

14.30 – 15.00 Uhr
Vortrag „Wie man mit adaptiver Optik Weltraumschrott bekämpfen kann“

Dr Doris Grosse
Australian National University, Canberra

Die Bedrohung unserer Satellitennetzwerke durch Weltraumschrott in den Erdumlaufbahnen steigt von Tag zu Tag. Wenn wir nicht heute beginnen, etwas gegen diese Bedrohung zu tun, besteht die Gefahr, dass folgende Generationen keinen Zugang mehr zu einem tragfähigen Satellitennetzwerk haben werden. Adaptive Optiksysteme zeigen eine mögliche erdbasierte Alternative zu teuren Raumfahrtmissionen auf, die Weltraumschrott entfernen. Nach einer Einführung in die Weltraumschrottumgebung und der adaptiven Optik werde ich erklären, wie mit Hilfe dieser optischen Technologie Kollisionen von Weltraumschrott in Zukunft verhindert werden können.

Im Anschluss Exkursion:

17.00 Uhr
Stadtführung Bremen
(max. 20 Teilnehmerinnen, > Anmeldung erforderlich)

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24. Aug (Fr) – Abschluss

Schlussplenum und Ausklang

Freitag, 24. August 2018 um 15.30 Uhr

Teilnehmerinnen und Dozentinnen stellen Ergebnisse einiger Lehrveranstaltungen vor. Zugleich bietet eine übergreifende Diskussion die Gelegenheit, Wünsche und Kritik in großer Runde anzusprechen.

Mit dem Ziel, die 22. Informatica Feminale im Jahr 2019 einzuläuten!!!

Mit (alkoholfreiem) Sekt und Kuchen.

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Konzept

Orte des Experimentierens und der fachlichen Kommunikation

Mit der Initiierung der ‚Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik‘ im Jahre 1997 haben wir einen Raum geschaffen, um neuartige Maßnahmen zur Frauengleichstellung im Wissenschaftsbereich zu entwickeln und zu erproben. Unser konzeptueller Ausgangspunkt ist dabei eindeutig fachlicher Art.
Wir möchten Frauen IN der Informatik aktivieren, für sich und für andere Informatikerinnen ebenso wie für am Fach interessierte Frauen Orte des Austausches zu gestalten. Dieser Austausch basiert auf fachlichen Themen, schließt jedoch die persönliche Ebene über intensive Kommunikationsangebote mit ein.

Die Informatica Feminale ist ein Ort des Experimentierens, um neue Impulse in das Informatikstudium zu bringen.

Drei konzeptionelle Aspekte einer universitären Bildung – Definition von curricularen Grundlagen, Ausbildung von Studierenden und Förderung von Lehrenden – sind in diesem Ansatz eng miteinander verbunden. Sie verzahnen Studieren, institutionelle Strukturen und die Kultur an einer Universität. Gerade in technischen Fächern sind diese Bereiche sehr von männlichen Interessen geprägt. Mit der Informatica Feminale wollen wir Frauen auf verschiedenen universitären oder wissenschaftlichen Handlungsebenen unterstützen, hier verstärkt Einfluss zu nehmen.

Wir sehen sowohl die Studien- und Forschungsinhalte der Informatik wie auch die Struktur und Kultur im Hochschulbereich als zentrale Ausgrenzungsfaktoren für Frauen in der Informatik an. Deshalb dürfen Gleichstellungsmaßnahmen nicht bei der Frage nach der Vermittlung fachlicher Inhalte stehen bleiben, sondern müssen auch Veränderungen der Studienkultur im Sinne von geänderter Studienatmosphäre und veränderten Schwerpunkten in der Ausgestaltung des Hochschul- und Forschungsalltags in Betracht ziehen.

Dies wird ein langer Weg sein, doch fachliche Vernetzung ist eine unabdingbare Voraussetzung. Die Informatica Feminale soll Möglichkeiten schaffen, den Einfluss von Frauen auf den verschiedenen universitären oder wissenschaftlichen Handlungsebenen zu stärken.