Lehrangebot und Anmeldung

Die Universität Bremen veranstaltet von Juli bis September 2022 die 25. Informatica Feminale, das internationale Sommerstudium für Frauen in der Informatik – vom 25. Juli bis 5. August im online Format und vom 1. bis 14. September in Präsenz in Bremen.

Das Programm der Sommerunis 2022 wird mehr als 60 Lehrveranstaltungen umfassen.

Die Listen unten zeigen die Kurstitel. Die Unterrichtszeiten der Kurse sind unterschiedlich. Eine vorherige Anmeldung ist immer erforderlich. Die Anmeldung läuft über diese Webseite:
> Vollständige Kursbeschreibung und Anmeldung

Präsenz-Kurse (chronologisch):
– Zielsetzung mit ZRM® – Motto-Zielen [Do 01.09. – Sa 03.09.2022]
– Sexismus – ohne mich! Ein Reflexions- und Argumentations-Workshop [Do 01.09. – Sa 03.09.2022]
– Spring im Einsatz [Do 01.09. – Sa 03.09.2022]
– Do it yourself! Feministisches Netzwerken und Empowerment [Do 01.09. – Sa 03.09.2022]
– Datenschutz und Datensicherheit — Aufbaukurs [Do 01.09. – Sa 03.09.2022]
– Hack your CAD models! Foundations of Computer Aided Design (CAD) with FreeCAD and Python / Hack your CAD models! Foundations of Computer Aided Design (CAD) with FreeCAD and Python [Do 01.09. – Sa 03.09.2022]
– Introduction to the Android Operating System [Do 01.09. – Sa 03.09.2022]

– Hilfe, ein Konflikt – weglaufen bringt nichts! [Mo 05.09. – Mi 07.09.2022]
– Regenerative Design – co-create the world with intelligent solutions [Mo 05.09. – Mi 07.09.2022]
– QM I – Grundkurs Qualitätsmanagement. QM-Methoden in Entwicklung, Produktion und Beschaffung [Mo 05.09. – Mi 07.09.2022]
– Introduction to Stream Processing Paradigm [Mo 05.09. – Mi 07.09.2022]
– Netzwerk- und Hardwarelabor – Teil 1 [Mo 05.09. – Mi 07.09.2022]
– Get cupcake: Create your own text adventure in python [Mo 05.09. – Mi 07.09.2022]
– Einführung in das Projektmanagement [Mo 05.09. – Sa 10.09.2022]
– Penetration testing and ethical hacking for beginners [Mo 05.09. – Sa 10.09.2022]

– Embodied Communication [Mi 07.09. – Sa 10.09.2022]
– And now what? Design your life and work [Mi 07.09. – Sa 10.09.2022]
– QM II – Aufbaukurs Qualitätsmanagement. Agile Prozessentwicklung [Mi 07.09. – Sa 10.09.2022]
– FIND YOUR INNER STRENGTH – Empowerment für deine berufliche Laufbahn [Mi 07.09. – Sa 10.09.2022]
– Raspberry Pi, heute mal als autonomer mobiler Roboter [Mi 07.09. – Sa 10.09.2022]
– Netzgekoppelte Photovoltaikanlagen in der Praxis [Mi 07.09. – Sa 10.09.2022]
– Netzwerk- und Hardwarelabor – Teil 2 [Mi 07.09. – Sa 10.09.2022]
– Klar hab‘ ich was zu verbergen! Digitale Selbstverteidigung und Datensouveränität für mich und andere [Fr 09.09. – Sa 10.09.2022]

– Sprachverarbeitung – Verfahren und Anwendungen [Mo 12.09. – Mi 14.09.2022]
– Führung und Teamwork in Aktion [Mo 12.09. – Mi 14.09.2022]
– Dream it, think it, make it. A project-based introduction to 3D-printing, Open Source Hardware and the Concept of Fab City [Mo 12.09. – Mi 14.09.2022]
– QM III – Zertifikatskurs Qualitätsmanagement. Agile Projekte im QM. Zertifikatsprüfung „Applied Agile Quality Master“ [Mo 12.09. – Mi 14.09.2022]
– Grundlagen in Python [Mo 12.09. – Mi 14.09.2022]
– Linux Systems Management Schwerpunkt Firewall und Datensicherung [Mo 12.09. – Mi 14.09.2022]
– Datenschutz und Datensicherheit — Datenschutzaudits. Zertifikatskurs zum Datenschutz [online-Kurs Mo 26.09. – Fr 30.09.2022]

Online Kurse (bereits beendet):
– Storyboard und Storytelling [Mo 25.07. – Di 26.07.2022]
– Big Data Analytics using Distributed Platforms [Mon 25th Jul – Thu 28th Jul 2022]
– Einführung in Python [Mo 25.07. – Fr 29.07.2022]
– Sketchnoting – Denken mit den Augen und Visualisieren von Hand [Mo 25.07. — 05.08.2022]
– Software-Entwicklung in der Medizin. Einblicke in den Alltag einer Informatikerin / Software development in medicine. Insights into the daily work of a computer scientist [Mo 25.07. – Fr 29.07.2022]
– How (not) to Master your Thesis – Akademische Arbeiten in technischen Fächern meistern [Mo 25.07. – Fr 29.07.2022]
– Scrum I – Agiles Projektmanagement. Rollen im Scrum Team, Theory of Scrum und Artefakte [Mi 27.07. – Sa 30.07.2022]
– Datenschutz und Datensicherheit – Grundkurs [Mi 27.07. – Sa 30.07.2022]
– Blockchains, Crypto & Web3 – eine praktische Einführung [Do 28.07. – Fr 29.07.2022]
– Bio? Das ist doch grün, oder nicht? – Nachhaltigkeit in der Prozessentwicklung [Do 28.07. – Sa 30.07.2022]
– Einstieg in die Kryptografie [Mo 01.08. – Do 04.08.2022]
– Wie wir Maschinen beibringen sexistisch zu sein – Ursachen, Probleme und Folgen von Diskriminierung durch Maschinelles Lernen/KI [Mo 01.08. – Fr 05.08.2022]
– Scrum II – Agiles Projektmanagement. Events, Sprints und Storyboard [Mi 03.08. – Sa 06.08.2022]
– Scrum III – Agiles Projektmanagement. Präsentation des Scrum-Projekts und Zertifikatsprüfung «Applied Scrum Master» [Mi 10.08. – Fr 19.08.2022]

Dozentinnenprogramm:
– Antidiskriminierung und Diskriminierungsschutz [Mi 29.06.]
– Antidiskriminierung und Diskriminierungsschutz [Mi 29.06.]
– Antidiskriminierung und Diskriminierungsschutz [Mo 04.07.]
– Antidiskriminierung und Diskriminierungsschutz [Mo 04.07.]
– Basiskurs Datenschutz in der Lehre [Mo 04.07.]
– Interaktive Online-Lehre / Interactive & Engaging Online Facilitation [Mo 11.07.]
– Interaktive Online-Lehre / Interactive & Engaging Online Facilitation [Mo 11.07.]
– Warum Technik nie neutral ist. Einführung und Austausch [Di 12.07.]
– Geschlechtergerechte und diversitätssensible Sprache in der Lehre [Mo 18.07.]
– Interaktive Lehre vor Ort bei den Sommerunis / Interactive Co-Located Sessions [Di 19.07.]
– Interaktive Lehre vor Ort bei den Sommerunis / Interactive Co-Located Sessions [Di 19.07.]
– Why Technology is Never Neutral. Introduction and Exchange [Wed 20th July]

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1. Sept (Do) – Welcome

Welcome Event des 25. Sommerstudiums der Informatica Feminale und der 14. Ingenieurinnen-Sommeruni

Donnerstag, 1. September 2022 um 12:30 Uhr
Raum: Cafeteria der Sommerunis (MZH 1090)
Sprache: Die Sprachen werden Deutsch und Englisch sein.
Teilnahme nur für Teilnehmerinnen und Dozentinnen der Sommerunis.

Gerne möchten wir mit allen Teilnehmerinnen und Dozentinnen die 25. Informatica Feminale und die 14. Ingenieurinnen-Sommeruni einläuten. Es gibt ein erstes Kennenlernen, Vorstellen und einen Einblick in die kommenden zwei Wochen.

– keine Anmeldung erforderlich –

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3. Sept (Sa) – Networking-Party der Sommerunis

Networking Party der Sommerunis

Samstag, 3. September 2022
Uhrzeit: ab 19.00 Uhr
Ort: Mädchenkulturhaus, Heinrichstraße 21, 28203 Bremen

Wir wollen mit euch feiern und laden herzlich alle neuen und alten Teilnehmerinnen und Dozentinnen sowie deren FreundInnen zur Networking-Party ein!
In diesem Jahr netzwerken wir im Mädchenkulturhaus im Bremer Szenestadtteil „Viertel“. Das MKH ist ein Treffpunkt für alle, die sich als Mädchen_ oder Frau_ verstehen, als solche aufgewachsen sind oder es gern sein möchten. Wir finden: Der perfekte Ort für die Sommeruni-Party!
https://bdp-mkh.de/

Wie kommt ihr hin?
Nehmt von der Uni die Tram 6 Richtung Flughafen, steigt am Hauptbahnhof aus und wechselt in die Tram 10 Richtung Sebaldsbrück. Ausstieg: Humboldtstraße. Von hier ein kurzes Stück zu Fuß und ihr seid da!

– keine Anmeldung erforderlich –

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6. Sept (Di) – Besuch und Führung im Bremer Wasserkraftwerk

Besuch und Führung im Bremer Wasserkraftwerk

Dienstag, 6. September 2022
Zeit: 16.45 Uhr
Treffpunkt: wird im Tagungsbüro ausgehängt.
Sprache: Sind englischsprachige Teilnehmerinnen anwesend, wird zu Beginn wird die Sprache Englisch sein.
Bitte denkt an: Identitätsnachweis (z.B. Personalausweis), festes Schuhwerk und robuste Kleidung.

Der älteste Kraftwerksstandort in Bremen Hastedt, direkt vor dem Weserwehr, besteht aus zwei Blöcken, die mit Erdgas und Kohle befeuert werden. In hocheffizienter Kraft-Wärme- Kopplung wird damit Strom und Fernwäme für einen Großteil von Bremen produziert.
Seit 1989 beherbergt dieser Standort den zentralen Leitstand für verschiedene Heizwerke und weitere dezentrale Anlagen. Außerdem werden von hier aus verschiedene Anlagen im Kundenauftrag an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr betreut und überwacht.

>Anmeldung erforderlich

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9. Sept (Fr) – Lunch Talk: hmmh

Lunch Talk: hmmh
A11Y – breaking down barriers with digital accessibility

Freitag, 9. September 2022
Zeit: 13.25-13.55 Uhr
Treffpunkt: wird im Tagungsbüro ausgehängt.
Sprache: Falls englisch-sprachige Teilnehmerinnen, die keine Deutschkenntnisse haben, anwesend sind, wird die Sprache auch Englisch sein.

Schaffen von zugänglichen Websites und Shops für alle – durch digitale Barrierefreiheit. Stellen Sie sich vor, Sie können nichts oder nur wenig sehen. Dann wünschen Sie sich eine kontrastreiche Gestaltung oder müssen sich sogar die Angebote eines Onlineshops vorlesen lassen. Wenn Nutzende nicht hören können, brauchen Videos Untertitel. Große Schaltflächen erleichtern bewegungseingeschränketen Menschen die Navigation. In all diesen Fällen spielt die Umsetzung von digitaler Barrierefreiheit eine wichtige Rolle. Wir sind der Auffassung: Barrierefreiheit im Web ist kein Trend, sondern eine gesellschaftliche Verantwortung, der wir uns als hmmh gerne stellen. So versuchen wir mit Webseiten, die von allen Menschen ungeachtet ihrer Einschränkungen genutzt werden können, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen.

– keine Anmeldung erforderlich –

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13. Sept (Di) – Vollversammlung

Vollversammlung

Dienstag, 13. September 2022
Zeit: 11.00-12.30 Uhr
Treffpunkt: wird im Tagungsbüro ausgehängt.
Sprache: Falls englisch-sprachige Teilnehmerinnen, die keine Deutschkenntnisse haben, anwesend sind, werden die Sprachen Deutsch und Englisch sein.

Wir als Organisatorinnen der Internationalen Sommeruniversitäten laden euch zur Vollversammlung der Dozentinnen und Teilnehmerinnen ein.

Wir stellen euch die Entwicklung des diesjährigen Programm der Sommerunis vor und ihr, die Dozentinnen und Teilnehmerinnen, werden das nächste Programmkomitee wählen, dass über die Kurse für das Jahr 2023 entscheiden wird.

Weiterhin werden wir Zeit für Feedback und Nachfragen zur Organisation der Sommerunis haben.
Falls ihr nicht anwesend sein solltet, teilt uns eure Bedarfe und Anregungen mit; selbstverständlich könnt ihr euch in das Programmkomitee auch in Abwesenheit wählen lassen.

Habt ihr eigene Themen & Ideen? Sprecht uns an. Wir freuen uns auf eine produktive und lebendige Vollversammlung mit euch.

– keine Anmeldung erforderlich –

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Konzept

Orte des Experimentierens und der fachlichen Kommunikation

Mit der Initiierung der ‚Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik‘ im Jahre 1997 haben wir einen Raum geschaffen, um neuartige Maßnahmen zur Frauengleichstellung im Wissenschaftsbereich zu entwickeln und zu erproben. Unser konzeptueller Ausgangspunkt ist dabei eindeutig fachlicher Art.
Wir möchten Frauen IN der Informatik aktivieren, für sich und für andere Informatikerinnen ebenso wie für am Fach interessierte Frauen Orte des Austausches zu gestalten. Dieser Austausch basiert auf fachlichen Themen, schließt jedoch die persönliche Ebene über intensive Kommunikationsangebote mit ein.

Die Informatica Feminale ist ein Ort des Experimentierens, um neue Impulse in das Informatikstudium zu bringen.

Drei konzeptionelle Aspekte einer universitären Bildung – Definition von curricularen Grundlagen, Ausbildung von Studierenden und Förderung von Lehrenden – sind in diesem Ansatz eng miteinander verbunden. Sie verzahnen Studieren, institutionelle Strukturen und die Kultur an einer Universität. Gerade in technischen Fächern sind diese Bereiche sehr von männlichen Interessen geprägt. Mit der Informatica Feminale wollen wir Frauen auf verschiedenen universitären oder wissenschaftlichen Handlungsebenen unterstützen, hier verstärkt Einfluss zu nehmen.

Wir sehen sowohl die Studien- und Forschungsinhalte der Informatik wie auch die Struktur und Kultur im Hochschulbereich als zentrale Ausgrenzungsfaktoren für Frauen in der Informatik an. Deshalb dürfen Gleichstellungsmaßnahmen nicht bei der Frage nach der Vermittlung fachlicher Inhalte stehen bleiben, sondern müssen auch Veränderungen der Studienkultur im Sinne von geänderter Studienatmosphäre und veränderten Schwerpunkten in der Ausgestaltung des Hochschul- und Forschungsalltags in Betracht ziehen.

Dies wird ein langer Weg sein, doch fachliche Vernetzung ist eine unabdingbare Voraussetzung. Die Informatica Feminale soll Möglichkeiten schaffen, den Einfluss von Frauen auf den verschiedenen universitären oder wissenschaftlichen Handlungsebenen zu stärken.

Motivation

Die Informatik gehört zu den Wissenschaftsgebieten und Berufsfeldern, in denen bisher nur wenige Frauen zuhause sind. Sie machen durchweg deutlich weniger als ein Fünftel der Studierenden aus, und entsprechend geringe Anteile im Erwerbsbereich kennzeichnen die Entwicklung der letzten 25 Jahre. Hier Veränderungen im Hinblick auf Chancengleichheit von Frauen zu bewirken, ist das Ziel der Informatica Feminale.

Das Auf und Ab der Informatikbranche hatte die Studienanfängerinnenzahlen Anfang der 1990er-Jahre in den einstelligen Prozentbereich verringert. Um Studentinnen zu vernetzen waren – und sind (!) – Formen notwendig, die hochschulübergreifend ansetzen. Eine Sommeruniversität erschien als der geeignete Weg, Informatikstudentinnen von Universitäten und Fachhochschulen zusammen zu bringen.

Als bis zur Jahrtausendwende die Chancen von InformatikerInnen im Beruf sehr gut wurden, stiegen die Zahlen der Studentinnen an – allerdings hielt dies längst nicht mit dem Run männlicher Bewerber auf die Studienplätze mit. Zugleich brachen viele Frauen schon nach kurzer Zeit das Studium wieder ab. Die zentralen Ursachen dafür waren und sind wohlbekannt: unzulängliche Studienorientierung, keine oder schlechte Studieneinstiegsangebote, kaum zielgruppenorientierte, differenzierte Lehre im Grundstudium.

Zugleich sind Wissenschafts- und Berufswelt der Informatik immer noch deutlich von den herrschenden Geschlechterverhältnissen geprägt. Mit einem Hochschulalltag, in dem Studentinnen und Wissenschaftlerinnen kaum weibliche Vorbilder kennenlernen und nur wenig fachlich motiviert werden. Mit einem Forschungskontext, in dem Frauen oftmals ihren eigenen Forschungsfragen nicht nachgehen können. Mit Hochschul- und Wissenschaftsstrukturen, die immer noch durch ‚Old-Boys-Networks‘ gekennzeichnet sind. Mit Berufsbedingungen, die nur unzulänglich auf Unterbrechungen und zeitreduzierte Arbeitsformen (etwa für familiäre Aufgaben von Männern und Frauen) eingestellt werden und Frauen dadurch die alleinige Zuständigkeit für Kinder und Pflege von Angehörigen zuschreiben.

Obwohl die Informationstechnik heutzutage in Mitteleuropa in nahezu alle Lebensbereiche eingedrungen ist, sind fachlich kaum Anstrengungen im Gange, die vielfältigen Interessen und Fähigkeiten von Frauen als Erweiterung der bisherigen Wissenschaftsdiziplin Informatik zu integrieren. In der Folge bleiben Informatikprodukte und -anwendungen meist nur einseitig an männlich geprägten Lebens- und Arbeitsbereichen orientiert. Gesellschaftlich (politisch und volkswirtschaftlich) betrachtet bedarf dies dringender Reformen.

Maßnahmen

Den Kern der Informatica Feminale bildet das Sommerstudium, das Lehr- und Lernangebote in kompakter Form von Frauen für Frauen umfasst. Seit 1998 wird in Bremen jährlich in zwei- bzw. seit 2010 dreiwöchigen Sommerstudienblöcken mit Lehre experimentiert.

Zur Vorbereitung des Sommerstudiums wird ein Call for Lectures veröffentlicht, woraufhin alle interessierten Fachfrauen aus Hochschulen und Praxis Lehrangebote einreichen können. Ein Programmkomitee beurteilt die Angebote und wirbt gegebenenfalls gezielt weitere Lehre ein.

Das Themenspektrum orientiert sich an den allgemeinen Curricula-Empfehlungen für die Informatik sowie aus Vorschlägen der Dozentinnen. Schwerpunkte ergeben sich aus den vorangegangen curricularen Diskussionen: mit drei Workshops „Das Informatikstudium: Zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Erwerb von Berufsfähigkeiten?”, „Das Unsichtbare sichtbar machen. Fraueninteressen am Informatikstudium” sowie „Mehr Frauen in die Informatik?! Studienreformen in Theorie und Praxis” konnten bisher Grundlagen einer Curriculardiskussion geschaffen werden.

Die Lehre im Sommerstudium umfasst die gesamte Informatik: Theoretische, Praktische, Technische und Angewandte Informatik, Informatik und Gesellschaft, Bindestrich-Informatiken und Veranstaltungen, die interdisziplinäre Themen aufgreifen. Insbesondere von Studentinnen des Grundstudiums werden Lehrangebote zu grundlegenden Fertigkeiten stark nachgefragt, z.B. zum Programmieren oder Rechnerumgang. Zugleich sind Veranstaltungen zur Stärkung der sozialen Kompetenz von Studentinnen präsent ebenso wie Themen der Frauen- und Gender-Forschung.

Zahlreiche Fachfrauen haben die Gelegenheit genutzt, ihre vorhandenen Lehrkonzepte zu variieren oder ihr Praxiswissen in die Hochschullehre einzubringen und sich auf dem Weg zu einer Professur weiter zu qualifizieren. Studentische Teilnehmerinnen machen kreative Vorschläge für gewünschte Lehrangebote, die sie sogar teilweise im Sommerstudium der Folgejahre oder in der Heimathochschule selbst anbieten. Nicht zuletzt bietet sich Dozentinnen aus der Industrie die Gelegenheit, die Lehrsituation in einem Hochschulkontext auszuprobieren und eine (Fach)Hochschulkarriere konkreter werden zu lassen. Ebenso sind interdisziplinäre Dozentinnenteams entstanden und probieren neuartige Veranstaltungen aus.

Auf diese Weise ist es möglich, der Dominanz männlicher Lehrender im Studienalltag entgegen zu wirken. Zugleich ist ein Ort des Experimentierens geschaffen worden, um veränderte Studienkonzeptionen und neue fachinhaltliche Studienangebote zu entwickeln. Schülerinnen, die ein Informatikstudium aufnehmen wollen, finden einen Studieneinstieg in äußerst motivierender Atmosphäre. Studentinnen tauschen Studienerfahrungen aus, die von der Erkenntnis, das es andernorts nicht besser oder schlecht zugeht, bis hin zu Studienortwechsel führen.

Die Studieninformationen in unserem Web-Bereich sollen einen kleinen Eindruck hiervon vermitteln und diesen Transfer verstärken. Nicht zuletzt haben wir in Fortbildungsveranstaltungen für Wissenschaftlerinnen versucht, strukturelle Barrieren aufzuzeigen und abzubauen.

Die Informatica Feminale ist damit keine auf eine neue Studierendenelite ausgerichtete Einrichtung, sondern verfolgt konsequent den Weg einer offenen Teilhabe von Studentinnen und Fachfrauen an der Gestaltung eines frauengerechten Informatikstudiums.

Entstehung

Die Informatica Feminale entstand im Kontext der Debatte um Frauenuniversitäten in Deutschland. Nach einer Studie zum Interesse von Informatikstudentinnen an monoedukativer Lehre in der Universität Bremen entwickelten Rosemarie Callies, Veronika Oechtering und Ingrid Rügge im Jahre 1992 die Idee, die damals immer weniger werdenden Informatikstudentinnen in einem hochschulübergreifenden Sommerstudium zusammen zu holen. Zugleich sollten Fachfrauen aus Wissenschaft und Praxis als Dozentinnen sichtbar gemacht werden und in Diskursen unter Frauen curriculare Veränderungen des Informatikstudiums theoretisch analysiert sowie neue Konzepte praktisch erprobt werden.

Die Idee wurde unter Informatikerinnen begeistert aufgenommen, doch bis zur Realisierung war viel Geduld nötig. Erst im Mai 1997 startete das Projekt Informatica Feminale am Studiengang Informatik der Universität Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski. Als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen waren die Informatikerinnen Veronika Oechtering, Ingrid Rügge und Dr. Karin Vosseberg im Projekt tätig. Bis Ende 2000 wurde es von der Universität Bremen im Rahmen des Hochschulsonderprogramms (HSP) III gefördert.

Seit Anfang 2001 gehört die Informatica Feminale zum regulären Angebot des universitären Informatikstudiengangs in Bremen. Bis heute ist es bundesweit das einzige reguläre monoedukative Studienangebot in einem naturwissenschaftlich-technischen Fach einer Universität.

Curriculum

Curricula-Diskussionen 1997-2000
Im Projekt Informatica Feminale ist von 1997-2000 das Konzept für ein Studienangebot einer Sommeruniversität für Informatikerinnen erarbeitet und erprobt werden. Das Themenspektrum der Sommerkurse orientiert sich einerseits an den allgemeinen Curricula-Empfehlungen der Informatik, andererseits erhoffen wir uns von dem Projekt neue Impulse für die disziplinäre Weiterentwicklung. Zur Vorbereitung des Sommerstudienangebots wurden im Rahmen der Projektlaufzeit drei Workshops organisiert, um gemeinsam mit den möglichen Lehrveranstalterinnen, Studentinnen und weiteren interessierten Frauen das Potential der curricularen Veränderungen in der Informatik zu analysieren und veränderte bzw. neue Konzepte zu erarbeiten. Die Termine für die Durchführung der Workshops waren im Herbst 1997 sowie im Herbst 1998 und im Winter 2000.

Die Selbstverständnisdiskussion der Informatik wird nach wie vor geführt, u.a. mit dem Ziel, Informatik-Curricula an technische und gesellschaftliche Erfordernisse anzupassen. Auch Informatikerinnen beteiligen sich an diesen Diskussionen, haben aber aufgrund ihres Minderheitenstatus bisher wenig Chancen, ihre Sichtweisen einzubringen und durchzusetzen. Die inhaltliche Fortentwicklung einer Disziplin wird jedoch auch durch soziale Ausgrenzungsmechanismen beeinflusst. Daher soll auch nach dem Ende des Projektzeitraums im Zuge der reguläre Weiterführung der Informatica Feminale gezielt an diese Selbstverständnisdiskussion in der Informatik angeknüpft werden, um Anregungen für die disziplinäre Weiterentwicklung zu erhalten oder curriculare Vorschläge für das Informatikstudium aus der Perspektive von Frauen zu entwickeln. Zugleich können die Auswirkungen des Geschlechterverhältnisses auf die Technik selbst so thematisiert werden, dass sie vom vielerorts üblichen Alltagsniveau auf eine wissenschaftliche Diskussionssebene gebracht werden.

GI-Empfehlung

Das Präsidium der Gesellschaft für Informatik e.V. hat am 29.1.1999 folgende Empfehlung beschlossen:

„Die Gesellschaft für Informatik empfiehlt den Besuch des Sommerstudiums der Informatica Feminale als Maßnahme zur Frauenförderung an Universitäten und Fachhochschulen. Sie bittet alle Fakultäten und Fachbereiche daher,

  • ihre Studentinnen gezielt auf das Angebot des Sommerstudiums aufmerksam zu machen,
  • die von der Universität Bremen ausgestellten Studienbescheinigungen im Rahmen des jeweiligen Studiengangs anzuerkennen und

die Studentinnen bei der Teilnahme am Sommerstudium finanziell, z.B. durch Übernahme der Reisekosten, zu unterstützen.“

Literatur

Kopien der Veröffentlichungen sind erhältlich bei if@informatica-feminale.de

Veronika Oechtering, Maya Schulte:
The Micropolitics of Disciplinary Summer Universities for Women. In: André Béraud, Anne-Sophie Godfroy, Jean Michel (Eds.): “GIEE 2011: Gender and Interdisciplinary Education for Engineers”, Rotterdam: Sense Publishers, September 2012, S. 283-296. Proceedings der HELENA International Conference, Paris (Frankreich), 23.-24. Juni 2011.

Veronika Oechtering:
Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik. In: BMBF (Hrsg.): Dokumentation zum BMBF-Kongress Impulse nutzen. Zukunftschancen durch eine neue Vielfalt in Studium und Lehre, München, 1.-2. Februar 2002

Veronika Oechtering:
Geschlechterverhältnisse IN den Studienfächern reformieren! In: Dokumentation zur 1. Sommeruniversität für Mädchen in der Universität Potsdam, Juli 2001.

Veronika Oechtering u.a.:
Tutorial „Informatica Feminale – Activation of women in informatics to reform their universities“ at the 7th International IFIP TC 9 WG 9.1 Conference on Women, Work, and Computerization (WWC 2000), June 7-11, 2000, Vancouver, Canada.

Karin Vosseberg, Veronika Oechtering:
Informatik studieren unter Frauen. Bericht des 2. Sommerstudiums der Informatica Feminale.
In: Frauenarbeit und Informatik. Nr. 20/21, 2000, S.27-29.

Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik. Aktivierungspotentiale für frauengerechte Studienreformen und Weiterbildung. In: BMBF (Hrsg.): Frauenstudiengänge in Ingenieurwissenschaften und Informatik – Chancen für die Zukunft. Dokumentation der Fachkonferenz vom 14. und 15. Dezember 1999 in Bonn. Bonn, 2000, S. 78-92.

Susanne Maaß, Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Regelhafte Studienangebote für Frauen in einem koedukativen Universitätsstudiengang Informatik. In: BMBF (Hrsg.): Frauenstudiengänge in Ingenieurwissenschaften und Informatik – Chancen für die Zukunft. Dokumentation der Fachkonferenz vom 14. und 15. Dezember 1999 in Bonn. Bonn, 2000, S. 93-100.

Karin Vosseberg, Veronika Oechtering:
Sommeruniversität für Frauen als Weg der Studienreform in technischen Fächern.
In: Anina Mischau u.a. (Hrsg.): Frauen in Hochschule und Wissenschaft – Strategien der Förderung zwischen Integration und Autonomie. Tagungsband des Symposiums „Frauen in Wissenschaft und Forschung – Strategien der u Frauenförderung zwischen Institution und Autonomie“, Stuttgart, 12./13. Juli 1999. Schriften des Heidelberger Instituts für interdisziplinäre Frauenforschung e.V., Band 3. Baden-Baden: Nomos, 2000, S. 151-166.

Veronika Oechtering:
Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik.
In: Koordinierungsstelle der Initiative Frauen geben Technik neue Impulse (Hrsg.): Frauen in der Informationsgesellschaft – Internationale Konferenz im Rahmen der deutschen EU-Präsidentschaft, Düsseldorf, 17. April 1999. Bielefeld, 2000, S. 209-217.

Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Changing the University Education of Computer Science.
In: IEEE (ed.): Women and Technology: Historical, Societal, and Professional Perspectives. Proceedings of the 1999 IEEE International Symposium on Technology and Society (ISTAS 99), New Brunswick (N.J.), IEEE Catalog No. 99CH37005, Juli 1999, S. 73-79.

Karin Vosseberg, Veronika Oechtering:
Changing the Male University Culture in Informatics: the Project Informatica Feminale.
In: Proceedings of the 7th International Conference on Women’s Worlds (WW99), Tromsø, Norwegen, Juni 1999.

Cecile Crutzen, Karin Vosseberg:
Die Interaktion zwischen objektorientiertem Denken und feministischer Kritik – eine dynamische Verbindung.
In: D. Weber-Wulf et al. (Hrsg.): Software Engineering im Untericht der Hochschulen SEUH’99, German Chapter of the ACM, Teubner Verlag Stuttgart, Februar 1999, S. 149-165.

Veronika Oechtering:
Frauengerechte Hochschulausbildung in technischen Studiengängen.
In: Veronika Oechtering, Gabriele Winker (Hrsg.): Computernetze – Frauenplätze. Frauen in der Informationsgesellschaft. Opladen: Leske+Budrich, 1998, S. 115-132.

Veronika Oechtering, Ingrid Rügge, Karin Vosseberg:
Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik.
In: Veronika Oechtering, Gabriele Winker (Hrsg.): Computernetze – Frauenplätze. Frauen in der Informationsgesellschaft. Opladen: Leske+Budrich, 1998, S. 167-173.

Karin Vosseberg, Ingrid Rügge und Veronika Oechtering:
Impressionen eines intensiven Sommerstudiums.
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 18, 1998, S. 33-35.

Ingrid Rügge:
Komm, schau und mach mit! Das erste Sommerstudium der „Informatica Feminale“.
In: Dokumentation des 24. Kongreß von Frauen in Naturwissenschaft und Technik, 21.-24. M uai 1998. Darmstadt: FiT-Verlag 1999.

Karin Vosseberg, Veronika Oechtering:
Introducing women’s interests into higher education of Informatics
In: Paul Fogelberg et al. (eds.): Hard Work in the Academia. Research and interventions on gender inequalities in higher education. Proceedings of the European Conference on Gender Equality in Higher Education, Helsinki, August 1998. Helsinky University Press, 1999.

Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Informatica Feminale – A Place for Educational Experiences
Preceedings of the 5th IFIP TC9 World Conference on Human Choice and Computers, Genf, August 1998, S. 253-264.

Veronika Oechtering, Ingrid Rügge, Karin Vosseberg:
Informatica Feminale – Das Informatikstudium anders gestalten
In: V. Claus (Hrsg.): Informatik und Ausbildung, Informatik aktuell, Springer Verlag, 1998, S. 143-154.

Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Die Informatica Feminale als Ort des Experimentierens
Positionspapier zum Workshop Das Informatikstudium: Zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Erwerb von Berufsfähigkeit? Barnstorff, Dezember 1997
http://www.informatica-feminale.de/Konzept/Curricula/Positionspapiere/Positionspapier.html

Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Sommerstudium 1998 – Stand der Planungen
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 16, 1997, S. 57-60.

Hans-Jörg Kreowski, Veronika Oechtering, Ingrid Rügge:
Frauen auf dem Weg, das Image der Informatik zu verändern.
In: M. Jarke u.a. (Hrsg.): Informatik ´97. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik, Aachen, 24.-27. September 1997. Berlin: Springer 1997, S. 345-354.

Ulrike Erb, Hans-Jörg Kreowski, Veronika Oechtering, Ingrid Rügge:
Informatica Feminale. Summer University for Women in Computer Science.
In: Bulletin of the European Association for Theoretical Computer Science, No 61, 1997, S. 93-99.

Veronika Oechtering:
Informatica Feminale – eine Sommeruniversität für Frauen.
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 15, 1997.

Ingrid Rügge:
Hätten Sie Interesse?
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 15, 1997, S. 63-67.

Ingrid Rügge:
Informatik – Eine Reise in die Zukunft
In: Dokumentation des 22. Kongreß von Frauen in Naturwissenschaft und Technik, Braunschweig 16.-19. u5.1996. Darmstadt: FiT-Verlag 1997, S. 365-366.

Veronika Oechtering:
Neue Kooperationen von Frauen in der Hochschulausbildung. Woher soll die Basis für die Frauenuniversität eigentlich kommen?
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 14, 1996, S. 19-20.

Veronika Oechtering:
Informatica Feminale – eine Sommeruniversität für Frauen.
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 12, 1995.

Inter/nationale Transfers

Das Konzept der deutschlandweiten Informatica Feminale der Universität Bremen wurde im Jahr 2001 in das Bundesland Baden-Württemberg übertragen, um dort eine regionale Sommerhochschule aufzubauen. Seither findet abwechselnd in der Fachhochschule Furtwangen und der Universität Freiburg eine Sommerhochschule statt: www.netzwerk-fit.de/informatica. Seit 2008 erreichbar unter: www.scientifica.de

Auch international hat die Informatica Feminale große Beachtung erhalten. Im Bericht der ETAN-Expertinnenarbeitsgruppe „Frauen und Wissenschaft“ der EU-Kommission zur Wissenschaftspolitik in der Europäischen Union – Förderung herausragender wissenschaftlicher Leistungen durch Gender Mainstreaming (2001) – wird die Informatica Feminale als innovatives best-practice Projekt im Bereich technischer Studiengänge genannt.

Im Herbst 2002 entschied sich das österreichische Bundesbildungsministerium für die Förderung einer Summer School nach dem Konzept der Informatica Feminale. Die erste ditact_women´s IT summer studies Salzburg fand im September 2003 statt. Die Salzburger und Bremer Akteurinnen kooperieren dabei eng. Zukünftig werden die Universität und die Fachhochschule Salzburg die österreichische Sommerhochschule ebenfalls jährlich ausrichten: www.ditact.ac.at.

Im Jahr 2004 entsteht durch Kooperation von Bremen, Baden-Württemberg und Salzburg (Österreich) erstmals ein fünfwöchiges monoedukatives Studienprogramm für Frauen.

Seit 2004 hat die University of Waikato, Hamilton, Neuseeland nach dem Konzept der Informatica Feminale eine Sommeruniversität für Informatikerinnen aufgebaut. Der Computing Woman Congress (www.cwc.org.nz) wurde erstmals vom 5.-13.Februar 2005 im Computer Science Department der University of Waikato veranstaltet und von der Universität Bremen unterstützt.

Seit 2005 in Bremen: die Ingenieurinnen-Sommeruni
Vom 18.-23. September 2005 veranstaltete die Universität Bremen erstmals eine bundesweite Sommeruniversität für Ingenieurinnen aus Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Produktionstechnik – Maschinenbau & Verfahrenstechnik. Sie richtete sich an Studentinnen aller Semester sowie an Fachfrauen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.
Seit 2010 findet die Ingenieurinnen-Sommeruni ebenfalls jährlich in Bremen statt.
Für weitere Informationen https://www.ingenieurinnen-sommeruni.de

Frauenstudiengänge

Die Informatica Feminale in der Universität Bremen und die Informatica Feminale Baden-Württemberg sind reguläre monoedukative Studienangebote für Frauen in Universitäten. Als Sommeruniversitäten stehen sie für Studentinnen aller Hochschulen offen.

In Deutschland gibt es Frauenstudiengänge (bisher) nur an Fachhochschulen.

(Stand: 7-2022)

Call for Contributions 2022 – eine Einladung an alle Fachfrauen!

Im Sommer 2022 veranstaltet die Universität Bremen das 25. internationale Sommerstudium der Informatica Feminale. Informatikerinnen und interdisziplinär im Fach arbeitende Frauen sind herzlich eingeladen, Lehrangebote zu entwickeln und für die Sommeruni 2022 einzureichen. Aktuelle oder grundlegende Themen aus dem gesamten Spektrum der Informatik und verwandter Gebiete sind willkommen.

Wir suchen sowohl Online-Lehrangebote, die vom 25. Juli bis 5. August 2022 durchgeführt werden können, als auch Lehrangebote für die Präsenz-Sommeruni vom 1.- 14. September 2022 in Bremen.
Zusätzlich wird am 8. September 2022 zum 25-jährigen Bestehen der Informatica Feminale eine Fachkonferenz mit Rahmenprogramm stattfinden.

Wir laden Dozentinnen ein, die Sommeruniversität als Experimentierfeld für innovative Lehre zu nutzen und diese mit hoch motivierten Teilnehmerinnen zu erproben. Wir bieten Dozentinnen zusätzlich intensive Schulungen zu Datenschutz, Facilitation und Diskriminierungsschutz in der Lehre.

Lehrangebote können bis zum 28. Februar 2022 eingereicht werden.

Kursangebote aus dem gesamten Spektrum der theoretischen, praktischen, technischen und angewandten Informatik und ihrer interdisziplinären Bezüge sind willkommen. Weiterhin sind Dozentinnen mit Angeboten rund um Studium, Beruf und Karriere eingeladen. Die Universität Bremen vergibt Lehraufträge an die Dozentinnen.

Die Informatica Feminale und die gleichzeitig stattfindende Ingenieurinnen-Sommeruni verstehen sich als ein Netzwerk für Frauen. Wir tauschen uns über technische und soziale Veränderungen aus, die uns täglich begegnen und die wir als Technikerinnen mit gestalten.

Die Sommeruni bietet Raum und Zeit für eine kritische Reflexion und (gern auch experimentelle) Auseinandersetzung mit diesem Zusammenhang von Technikverständnis und gesellschaftlichen Entwicklungen. Wir wünschen uns dazu Lehrangebote, die sich aus feministischen Perspektiven mit der Anwendung von Technikwissen aus Informatik und Ingenieurwesen in verschiedenen Arbeits- und Lebensbereichen wie zum Beispiel Pflege, Bildung, Gesundheit, Ernährung, Haushalt, Mobilität, Alltagsvernetzung, Werbung, Sport, Militarisierung, etc. beschäftigen.

Vorschläge für Lehrveranstaltungen, Diskussionsrunden, Workshops und Vorträge, welche die Themen Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Feminismus, Technik und Ethik behandeln, sind ebenso ausdrücklich erwünscht.

In diesem Jahr möchten wir in einen gezielten Austausch gehen: Wir laden Unternehmen mit geschlechtersensiblen Organisationskonzepten und Personalmanagement-Strategien, die Informatikerinnen und Ingenieurinnen berufliche Perspektiven bieten und sie erfolgreich auf ein breites Spektrum an Führungspositionen bringen, herzlich dazu ein, den Teilnehmerinnen der Informatica Feminale ihre ‚best practices‘ zu präsentieren. Gemeinsam mit Studentinnen, Dozentinnen sowie Fachfrauen aus dem Berufsleben wollen wir die verschiedenen Perspektiven diskutieren und zusammenführen. Zugleich bieten wir zahlreiche Sponsoring-Gelegenheiten.

Die Informatica Feminale bietet jährlich kompakte Lehre zur Informatik für Studentinnen aller Hochschularten und für an Weiterbildung interessierte Frauen. Studieneinstieg, Verbleib im Studium, Berufsübergang und lebenslanges Lernen auf universitärem Niveau stehen dabei gleichermaßen im Blickfeld. Dozentinnen und Teilnehmerinnen kommen aus dem In- und Ausland, Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch. Das Sommerstudium zielt zugleich auf die fachliche Vernetzung von Studentinnen und die berufsbegleitende Weiterbildung von Informatikerinnen auf universitärem Niveau. Interessierten Personalverantwortlichen bieten wir vielfältige Gelegenheiten zum Austausch mit internationalen Studentinnen und Absolventinnen während der Informatica Feminale.

Hinweis:
Zeitgleich zur Informatica Feminale findet die Ingenieurinnen-Sommeruni, die Sommeruniversität für Frauen in Elektrotechnik & Informationstechnik sowie aus Maschinenbau & Verfahrenstechnik statt. Hierzu können ebenfalls Lehrangebote eingereicht werden.
Call for Lectures für die Ingenieurinnen-Sommeruni.

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Wunschdozentinnen

Unsere Wunschdozentinnen sind

  • Professorinnen, die engagierte Studentinnen zum Experimentieren mit neuen Lehrkonzepten suchen,
  • wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, die eigenständige Lehrveranstaltungen entwickeln und in angenehmer Umgebung durchführen möchten,
  • Praktikerinnen, die ihre Berufserfahrungen weitergeben oder Lehrerfahrungen für eine Hochschulkarriere sammeln wollen,
  • Forscherinnen und Praktikerinnen aus unterschiedlichen Fächern, die sich interdisziplinär mit Informatikthemen auseinandersetzen,
  • Studentinnen, die fachliche Diskussionsrunden zum Austausch von Erfahrungen unter Studentinnen anbieten wollen, und
  • Expertinnen mit Angeboten zur Orientierung im Studienalltag und Berufsübergang.

Von interessierten Dozentinnen benötigen wir bei ihrer erstmaligen Bewerbung bei der Bremer Informatica Feminale eine kurze Darstellung ihres fachlichen Hintergrunds. Weiterhin erfragen wir im Anmeldeformular für Lehrangebote einige Angaben zur Person, die später im Programm veröffentlicht werden. Für umfangreiche Veranstaltungen erhalten die Dozentinnen Lehraufträge der Universität Bremen.

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Lehrveranstaltung anmelden

Bitte senden Sie uns Ihre Lehrangebote über das Anmeldeformular zu.
Einsendeschluss: 28. Februar 2022

DIGITALE LEHRE

Nach aktuellem Stand (Januar 2022) planen wir die Sommeruniversitäten sowohl als Online und auch als Präsenz-Format. Im Online-Format lehren die Dozentinnen vom Ort ihrer Wahl; die Universität Bremen stellt keine Räume zur Verfügung. Die Präsenzveranstaltungen finden in der Universität Bremen statt.

UNTERRICHTSSPRACHE(N)

Bei den Sommeruniversitäten im Jahr 2022 erwarten wir wiederum inter/nationale Teilnehmerinnen, die mit deutsch- und/oder englischsprachigen Lehrangeboten gewonnen werden sollen. Weitere Sprachen sind willkommen! Als Dozentin können Sie Ihre Lehre ausschließlich in einer Sprache anbieten oder alternativ mehrere Sprachen kombinieren.

Möchten Sie Ihre Lehrveranstaltung weitgehend auf Deutsch durchführen, benutzen Sie bitte das
> deutschsprachige Anmeldeformular.

Möchten Sie Ihre Lehrveranstaltung weitgehend in Englisch durchführen, benutzen Sie bitte das
> englischsprachige Anmeldeformular.

Weitere Sprachen können in den Formularen angegeben werden.

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Planen

Was Sie bei der Planung eines Lehrangebots beachten sollten

Auf den folgenden Webseiten möchten wir Ihnen die Rahmenbedingungen einer Tätigkeit als Dozentin der Informatica Feminale erläutern und Ihnen Hinweise zur Anmeldung eines Lehrangebots geben. Darüber hinaus sind die wichtigsten Punkte zur Anmeldung eines Lehrangebots in einer Planungshilfe zusammengefasst.

Die einzelnen Punkte werden im Anmeldeformular für die Lehrangebote abgefragt.

Für Fragen und weitere Informationen wenden Sie sich gern an:

Universität Bremen
Informatica Feminale
Postfach 330440
D-28334 Bremen
Tel +49 (0)421 218-64469
E-Mail: if@informatica-feminale.de

oder
Veronika Oechtering
Tel +49 (0)421 218-64463

Henrike Illig
Tel +49 (0)421 218-64467

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