Konzept

Orte des Experimentierens und der fachlichen Kommunikation

Mit der Initiierung der ‚Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik‘ im Jahre 1997 haben wir einen Raum geschaffen, um neuartige Maßnahmen zur Frauengleichstellung im Wissenschaftsbereich zu entwickeln und zu erproben. Unser konzeptueller Ausgangspunkt ist dabei eindeutig fachlicher Art.
Wir möchten Frauen IN der Informatik aktivieren, für sich und für andere Informatikerinnen ebenso wie für am Fach interessierte Frauen Orte des Austausches zu gestalten. Dieser Austausch basiert auf fachlichen Themen, schließt jedoch die persönliche Ebene über intensive Kommunikationsangebote mit ein.

Die Informatica Feminale ist ein Ort des Experimentierens, um neue Impulse in das Informatikstudium zu bringen.

Drei konzeptionelle Aspekte einer universitären Bildung – Definition von curricularen Grundlagen, Ausbildung von Studierenden und Förderung von Lehrenden – sind in diesem Ansatz eng miteinander verbunden. Sie verzahnen Studieren, institutionelle Strukturen und die Kultur an einer Universität. Gerade in technischen Fächern sind diese Bereiche sehr von männlichen Interessen geprägt. Mit der Informatica Feminale wollen wir Frauen auf verschiedenen universitären oder wissenschaftlichen Handlungsebenen unterstützen, hier verstärkt Einfluss zu nehmen.

Wir sehen sowohl die Studien- und Forschungsinhalte der Informatik wie auch die Struktur und Kultur im Hochschulbereich als zentrale Ausgrenzungsfaktoren für Frauen in der Informatik an. Deshalb dürfen Gleichstellungsmaßnahmen nicht bei der Frage nach der Vermittlung fachlicher Inhalte stehen bleiben, sondern müssen auch Veränderungen der Studienkultur im Sinne von geänderter Studienatmosphäre und veränderten Schwerpunkten in der Ausgestaltung des Hochschul- und Forschungsalltags in Betracht ziehen.

Dies wird ein langer Weg sein, doch fachliche Vernetzung ist eine unabdingbare Voraussetzung. Die Informatica Feminale soll Möglichkeiten schaffen, den Einfluss von Frauen auf den verschiedenen universitären oder wissenschaftlichen Handlungsebenen zu stärken.

Motivation

Die Informatik gehört zu den Wissenschaftsgebieten und Berufsfeldern, in denen bisher nur wenige Frauen zuhause sind. Sie machen durchweg deutlich weniger als ein Fünftel der Studierenden aus, und entsprechend geringe Anteile im Erwerbsbereich kennzeichnen die Entwicklung der letzten 25 Jahre. Hier Veränderungen im Hinblick auf Chancengleichheit von Frauen zu bewirken, ist das Ziel der Informatica Feminale.

Das Auf und Ab der Informatikbranche hatte die Studienanfängerinnenzahlen Anfang der 1990er-Jahre in den einstelligen Prozentbereich verringert. Um Studentinnen zu vernetzen waren – und sind (!) – Formen notwendig, die hochschulübergreifend ansetzen. Eine Sommeruniversität erschien als der geeignete Weg, Informatikstudentinnen von Universitäten und Fachhochschulen zusammen zu bringen.

Als bis zur Jahrtausendwende die Chancen von InformatikerInnen im Beruf sehr gut wurden, stiegen die Zahlen der Studentinnen an – allerdings hielt dies längst nicht mit dem Run männlicher Bewerber auf die Studienplätze mit. Zugleich brachen viele Frauen schon nach kurzer Zeit das Studium wieder ab. Die zentralen Ursachen dafür waren und sind wohlbekannt: unzulängliche Studienorientierung, keine oder schlechte Studieneinstiegsangebote, kaum zielgruppenorientierte, differenzierte Lehre im Grundstudium.

Zugleich sind Wissenschafts- und Berufswelt der Informatik immer noch deutlich von den herrschenden Geschlechterverhältnissen geprägt. Mit einem Hochschulalltag, in dem Studentinnen und Wissenschaftlerinnen kaum weibliche Vorbilder kennenlernen und nur wenig fachlich motiviert werden. Mit einem Forschungskontext, in dem Frauen oftmals ihren eigenen Forschungsfragen nicht nachgehen können. Mit Hochschul- und Wissenschaftsstrukturen, die immer noch durch ‚Old-Boys-Networks‘ gekennzeichnet sind. Mit Berufsbedingungen, die nur unzulänglich auf Unterbrechungen und zeitreduzierte Arbeitsformen (etwa für familiäre Aufgaben von Männern und Frauen) eingestellt werden und Frauen dadurch die alleinige Zuständigkeit für Kinder und Pflege von Angehörigen zuschreiben.

Obwohl die Informationstechnik heutzutage in Mitteleuropa in nahezu alle Lebensbereiche eingedrungen ist, sind fachlich kaum Anstrengungen im Gange, die vielfältigen Interessen und Fähigkeiten von Frauen als Erweiterung der bisherigen Wissenschaftsdiziplin Informatik zu integrieren. In der Folge bleiben Informatikprodukte und -anwendungen meist nur einseitig an männlich geprägten Lebens- und Arbeitsbereichen orientiert. Gesellschaftlich (politisch und volkswirtschaftlich) betrachtet bedarf dies dringender Reformen.

Maßnahmen

Den Kern der Informatica Feminale bildet das Sommerstudium, das Lehr- und Lernangebote in kompakter Form von Frauen für Frauen umfasst. Seit 1998 wird in Bremen jährlich in zweiwöchigen Sommerstudienblöcken mit Lehre experimentiert.

Zur Vorbereitung des Sommerstudiums wird ein Call for Lectures veröffentlicht, woraufhin alle interessierten Fachfrauen aus Hochschulen und Praxis Lehrangebote einreichen können. Ein Programmkomitee beurteilt die Angebote und wirbt gegebenenfalls gezielt weitere Lehre ein.

Das Themenspektrum orientiert sich an den allgemeinen Curricula-Empfehlungen für die Informatik sowie aus Vorschlägen der Dozentinnen. Schwerpunkte ergeben sich aus den vorangegangen curricularen Diskussionen: mit drei Workshops „Das Informatikstudium: Zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Erwerb von Berufsfähigkeiten?”, „Das Unsichtbare sichtbar machen. Fraueninteressen am Informatikstudium” sowie „Mehr Frauen in die Informatik?! Studienreformen in Theorie und Praxis” konnten bisher Grundlagen einer Curriculardiskussion geschaffen werden.

Die Lehre im Sommerstudium umfasst die gesamte Informatik: Theoretische, Praktische, Technische und Angewandte Informatik, Informatik und Gesellschaft, Bindestrich-Informatiken und Veranstaltungen, die interdisziplinäre Themen aufgreifen. Insbesondere von Studentinnen des Grundstudiums werden Lehrangebote zu grundlegenden Fertigkeiten stark nachgefragt, z.B. zum Programmieren oder Rechnerumgang. Zugleich sind Veranstaltungen zur Stärkung der sozialen Kompetenz von Studentinnen präsent ebenso wie Themen der Frauen- und Gender-Forschung.

Zahlreiche Fachfrauen haben die Gelegenheit genutzt, ihre vorhandenen Lehrkonzepte zu variieren oder ihr Praxiswissen in die Hochschullehre einzubringen und sich auf dem Weg zu einer Professur weiter zu qualifizieren. Studentische Teilnehmerinnen machen kreative Vorschläge für gewünschte Lehrangebote, die sie sogar teilweise im Sommerstudium der Folgejahre oder in der Heimathochschule selbst anbieten. Nicht zuletzt bietet sich Dozentinnen aus der Industrie die Gelegenheit, die Lehrsituation in einem Hochschulkontext auszuprobieren und eine (Fach)Hochschulkarriere konkreter werden zu lassen. Ebenso sind interdisziplinäre Dozentinnenteams entstanden und probieren neuartige Veranstaltungen aus.

Auf diese Weise ist es möglich, der Dominanz männlicher Lehrender im Studienalltag entgegen zu wirken. Zugleich ist ein Ort des Experimentierens geschaffen worden, um veränderte Studienkonzeptionen und neue fachinhaltliche Studienangebote zu entwickeln. Schülerinnen, die ein Informatikstudium aufnehmen wollen, finden einen Studieneinstieg in äußerst motivierender Atmosphäre. Studentinnen tauschen Studienerfahrungen aus, die von der Erkenntnis, das es andernorts nicht besser oder schlecht zugeht, bis hin zu Studienortwechsel führen.

Die Studieninformationen in unserem Web-Bereich sollen einen kleinen Eindruck hiervon vermitteln und diesen Transfer verstärken. Nicht zuletzt haben wir in Fortbildungsveranstaltungen für Wissenschaftlerinnen versucht, strukturelle Barrieren aufzuzeigen und abzubauen.

Die Informatica Feminale ist damit keine auf eine neue Studierendenelite ausgerichtete Einrichtung, sondern verfolgt konsequent den Weg einer offenen Teilhabe von Studentinnen und Fachfrauen an der Gestaltung eines frauengerechten Informatikstudiums.

Entstehung

Die Informatica Feminale entstand im Kontext der Debatte um Frauenuniversitäten in Deutschland. Nach einer Studie zum Interesse von Informatikstudentinnen an monoedukativer Lehre in der Universität Bremen entwickelten Rosemarie Callies, Veronika Oechtering und Ingrid Rügge im Jahre 1992 die Idee, die damals immer weniger werdenden Informatikstudentinnen in einem hochschulübergreifenden Sommerstudium zusammen zu holen. Zugleich sollten Fachfrauen aus Wissenschaft und Praxis als Dozentinnen sichtbar gemacht werden und in Diskursen unter Frauen curriculare Veränderungen des Informatikstudiums theoretisch analysiert sowie neue Konzepte praktisch erprobt werden.

Die Idee wurde unter Informatikerinnen begeistert aufgenommen, doch bis zur Realisierung war viel Geduld nötig. Erst im Mai 1997 startete das Projekt Informatica Feminale am Studiengang Informatik der Universität Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski. Als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen waren die Informatikerinnen Veronika Oechtering, Ingrid Rügge und Dr. Karin Vosseberg im Projekt tätig. Bis Ende 2000 wurde es von der Universität Bremen im Rahmen des Hochschulsonderprogramms (HSP) III gefördert.

Seit Anfang 2001 gehört die Informatica Feminale zum regulären Angebot des universitären Informatikstudiengangs in Bremen. Bis heute ist es bundesweit das einzige reguläre monoedukative Studienangebot in einem naturwissenschaftlich-technischen Fach einer Universität.

Curriculum

Curricula-Diskussionen 1997-2000
Im Projekt Informatica Feminale ist von 1997-2000 das Konzept für ein Studienangebot einer Sommeruniversität für Informatikerinnen erarbeitet und erprobt werden. Das Themenspektrum der Sommerkurse orientiert sich einerseits an den allgemeinen Curricula-Empfehlungen der Informatik, andererseits erhoffen wir uns von dem Projekt neue Impulse für die disziplinäre Weiterentwicklung. Zur Vorbereitung des Sommerstudienangebots wurden im Rahmen der Projektlaufzeit drei Workshops organisiert, um gemeinsam mit den möglichen Lehrveranstalterinnen, Studentinnen und weiteren interessierten Frauen das Potential der curricularen Veränderungen in der Informatik zu analysieren und veränderte bzw. neue Konzepte zu erarbeiten. Die Termine für die Durchführung der Workshops waren im Herbst 1997 sowie im Herbst 1998 und im Winter 2000.

Die Selbstverständnisdiskussion der Informatik wird nach wie vor geführt, u.a. mit dem Ziel, Informatik-Curricula an technische und gesellschaftliche Erfordernisse anzupassen. Auch Informatikerinnen beteiligen sich an diesen Diskussionen, haben aber aufgrund ihres Minderheitenstatus bisher wenig Chancen, ihre Sichtweisen einzubringen und durchzusetzen. Die inhaltliche Fortentwicklung einer Disziplin wird jedoch auch durch soziale Ausgrenzungsmechanismen beeinflusst. Daher soll auch nach dem Ende des Projektzeitraums im Zuge der reguläre Weiterführung der Informatica Feminale gezielt an diese Selbstverständnisdiskussion in der Informatik angeknüpft werden, um Anregungen für die disziplinäre Weiterentwicklung zu erhalten oder curriculare Vorschläge für das Informatikstudium aus der Perspektive von Frauen zu entwickeln. Zugleich können die Auswirkungen des Geschlechterverhältnisses auf die Technik selbst so thematisiert werden, dass sie vom vielerorts üblichen Alltagsniveau auf eine wissenschaftliche Diskussionssebene gebracht werden.

GI-Empfehlung

Das Präsidium der Gesellschaft für Informatik e.V. hat am 29.1.1999 folgende Empfehlung beschlossen:

„Die Gesellschaft für Informatik empfiehlt den Besuch des Sommerstudiums der Informatica Feminale als Maßnahme zur Frauenförderung an Universitäten und Fachhochschulen. Sie bittet alle Fakultäten und Fachbereiche daher,

  • ihre Studentinnen gezielt auf das Angebot des Sommerstudiums aufmerksam zu machen,
  • die von der Universität Bremen ausgestellten Studienbescheinigungen im Rahmen des jeweiligen Studiengangs anzuerkennen und

die Studentinnen bei der Teilnahme am Sommerstudium finanziell, z.B. durch Übernahme der Reisekosten, zu unterstützen.“

Inter/nationale Transfers

Das Konzept der deutschlandweiten Informatica Feminale der Universität Bremen wurde im Jahr 2001 in das Bundesland Baden-Württemberg übertragen, um dort eine regionale Sommerhochschule aufzubauen. Seither findet abwechselnd in der Fachhochschule Furtwangen und der Universität Freiburg eine Sommerhochschule statt: www.netzwerk-fit.de/informatica. Seit 2008 erreichbar unter: www.scientifica.de

Auch international hat die Informatica Feminale große Beachtung erhalten. Im Bericht der ETAN-Expertinnenarbeitsgruppe „Frauen und Wissenschaft“ der EU-Kommission zur Wissenschaftspolitik in der Europäischen Union – Förderung herausragender wissenschaftlicher Leistungen durch Gender Mainstreaming (2001) – wird die Informatica Feminale als innovatives best-practice Projekt im Bereich technischer Studiengänge genannt.

Im Herbst 2002 entschied sich das österreichische Bundesbildungsministerium für die Förderung einer Summer School nach dem Konzept der Informatica Feminale. Die erste ditact_women´s IT summer studies Salzburg fand im September 2003 statt. Die Salzburger und Bremer Akteurinnen kooperieren dabei eng. Zukünftig werden die Universität und die Fachhochschule Salzburg die österreichische Sommerhochschule ebenfalls jährlich ausrichten: www.ditact.ac.at.

Im Jahr 2004 entsteht durch Kooperation von Bremen, Baden-Württemberg und Salzburg (Österreich) erstmals ein fünfwöchiges monoedukatives Studienprogramm für Frauen.

Seit 2004 hat die University of Waikato, Hamilton, Neuseeland nach dem Konzept der Informatica Feminale eine Sommeruniversität für Informatikerinnen aufgebaut. Der Computing Woman Congress (www.cwc.org.nz) wurde erstmals vom 5.-13.Februar 2005 im Computer Science Department der University of Waikato veranstaltet und von der Universität Bremen unterstützt.

Seit 2005 in Bremen: die Ingenieurinnen-Sommeruni
Vom 18.-23. September 2005 veranstaltete die Universität Bremen erstmals eine bundesweite Sommeruniversität für Ingenieurinnen aus Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Produktionstechnik – Maschinenbau & Verfahrenstechnik. Sie richtete sich an Studentinnen aller Semester sowie an Fachfrauen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.
Seit 2010 findet die Ingenieurinnen-Sommeruni ebenfalls jährlich in Bremen statt.
Für weitere Informationen https://www.ingenieurinnen-sommeruni.de

Literatur

Kopien der Veröffentlichungen sind erhältlich bei if@informatica-feminale.de

Veronika Oechtering, Maya Schulte:
The Micropolitics of Disciplinary Summer Universities for Women. In: André Béraud, Anne-Sophie Godfroy, Jean Michel (Eds.): “GIEE 2011: Gender and Interdisciplinary Education for Engineers”, Rotterdam: Sense Publishers, September 2012, S. 283-296. Proceedings der HELENA International Conference, Paris (Frankreich), 23.-24. Juni 2011.

Veronika Oechtering:
Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik. In: BMBF (Hrsg.): Dokumentation zum BMBF-Kongress Impulse nutzen. Zukunftschancen durch eine neue Vielfalt in Studium und Lehre, München, 1.-2. Februar 2002

Veronika Oechtering:
Geschlechterverhältnisse IN den Studienfächern reformieren! In: Dokumentation zur 1. Sommeruniversität für Mädchen in der Universität Potsdam, Juli 2001.

Veronika Oechtering u.a.:
Tutorial „Informatica Feminale – Activation of women in informatics to reform their universities“ at the 7th International IFIP TC 9 WG 9.1 Conference on Women, Work, and Computerization (WWC 2000), June 7-11, 2000, Vancouver, Canada.

Karin Vosseberg, Veronika Oechtering:
Informatik studieren unter Frauen. Bericht des 2. Sommerstudiums der Informatica Feminale.
In: Frauenarbeit und Informatik. Nr. 20/21, 2000, S.27-29.

Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik. Aktivierungspotentiale für frauengerechte Studienreformen und Weiterbildung. In: BMBF (Hrsg.): Frauenstudiengänge in Ingenieurwissenschaften und Informatik – Chancen für die Zukunft. Dokumentation der Fachkonferenz vom 14. und 15. Dezember 1999 in Bonn. Bonn, 2000, S. 78-92.

Susanne Maaß, Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Regelhafte Studienangebote für Frauen in einem koedukativen Universitätsstudiengang Informatik. In: BMBF (Hrsg.): Frauenstudiengänge in Ingenieurwissenschaften und Informatik – Chancen für die Zukunft. Dokumentation der Fachkonferenz vom 14. und 15. Dezember 1999 in Bonn. Bonn, 2000, S. 93-100.

Karin Vosseberg, Veronika Oechtering:
Sommeruniversität für Frauen als Weg der Studienreform in technischen Fächern.
In: Anina Mischau u.a. (Hrsg.): Frauen in Hochschule und Wissenschaft – Strategien der Förderung zwischen Integration und Autonomie. Tagungsband des Symposiums „Frauen in Wissenschaft und Forschung – Strategien der u Frauenförderung zwischen Institution und Autonomie“, Stuttgart, 12./13. Juli 1999. Schriften des Heidelberger Instituts für interdisziplinäre Frauenforschung e.V., Band 3. Baden-Baden: Nomos, 2000, S. 151-166.

Veronika Oechtering:
Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik.
In: Koordinierungsstelle der Initiative Frauen geben Technik neue Impulse (Hrsg.): Frauen in der Informationsgesellschaft – Internationale Konferenz im Rahmen der deutschen EU-Präsidentschaft, Düsseldorf, 17. April 1999. Bielefeld, 2000, S. 209-217.

Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Changing the University Education of Computer Science.
In: IEEE (ed.): Women and Technology: Historical, Societal, and Professional Perspectives. Proceedings of the 1999 IEEE International Symposium on Technology and Society (ISTAS 99), New Brunswick (N.J.), IEEE Catalog No. 99CH37005, Juli 1999, S. 73-79.

Karin Vosseberg, Veronika Oechtering:
Changing the Male University Culture in Informatics: the Project Informatica Feminale.
In: Proceedings of the 7th International Conference on Women’s Worlds (WW99), Tromsø, Norwegen, Juni 1999.

Cecile Crutzen, Karin Vosseberg:
Die Interaktion zwischen objektorientiertem Denken und feministischer Kritik – eine dynamische Verbindung.
In: D. Weber-Wulf et al. (Hrsg.): Software Engineering im Untericht der Hochschulen SEUH’99, German Chapter of the ACM, Teubner Verlag Stuttgart, Februar 1999, S. 149-165.

Veronika Oechtering:
Frauengerechte Hochschulausbildung in technischen Studiengängen.
In: Veronika Oechtering, Gabriele Winker (Hrsg.): Computernetze – Frauenplätze. Frauen in der Informationsgesellschaft. Opladen: Leske+Budrich, 1998, S. 115-132.

Veronika Oechtering, Ingrid Rügge, Karin Vosseberg:
Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik.
In: Veronika Oechtering, Gabriele Winker (Hrsg.): Computernetze – Frauenplätze. Frauen in der Informationsgesellschaft. Opladen: Leske+Budrich, 1998, S. 167-173.

Karin Vosseberg, Ingrid Rügge und Veronika Oechtering:
Impressionen eines intensiven Sommerstudiums.
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 18, 1998, S. 33-35.

Ingrid Rügge:
Komm, schau und mach mit! Das erste Sommerstudium der „Informatica Feminale“.
In: Dokumentation des 24. Kongreß von Frauen in Naturwissenschaft und Technik, 21.-24. M uai 1998. Darmstadt: FiT-Verlag 1999.

Karin Vosseberg, Veronika Oechtering:
Introducing women’s interests into higher education of Informatics
In: Paul Fogelberg et al. (eds.): Hard Work in the Academia. Research and interventions on gender inequalities in higher education. Proceedings of the European Conference on Gender Equality in Higher Education, Helsinki, August 1998. Helsinky University Press, 1999.

Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Informatica Feminale – A Place for Educational Experiences
Preceedings of the 5th IFIP TC9 World Conference on Human Choice and Computers, Genf, August 1998, S. 253-264.

Veronika Oechtering, Ingrid Rügge, Karin Vosseberg:
Informatica Feminale – Das Informatikstudium anders gestalten
In: V. Claus (Hrsg.): Informatik und Ausbildung, Informatik aktuell, Springer Verlag, 1998, S. 143-154.

Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Die Informatica Feminale als Ort des Experimentierens
Positionspapier zum Workshop Das Informatikstudium: Zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Erwerb von Berufsfähigkeit? Barnstorff, Dezember 1997
http://www.informatica-feminale.de/Konzept/Curricula/Positionspapiere/Positionspapier.html

Veronika Oechtering, Karin Vosseberg:
Sommerstudium 1998 – Stand der Planungen
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 16, 1997, S. 57-60.

Hans-Jörg Kreowski, Veronika Oechtering, Ingrid Rügge:
Frauen auf dem Weg, das Image der Informatik zu verändern.
In: M. Jarke u.a. (Hrsg.): Informatik ´97. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik, Aachen, 24.-27. September 1997. Berlin: Springer 1997, S. 345-354.

Ulrike Erb, Hans-Jörg Kreowski, Veronika Oechtering, Ingrid Rügge:
Informatica Feminale. Summer University for Women in Computer Science.
In: Bulletin of the European Association for Theoretical Computer Science, No 61, 1997, S. 93-99.

Veronika Oechtering:
Informatica Feminale – eine Sommeruniversität für Frauen.
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 15, 1997.

Ingrid Rügge:
Hätten Sie Interesse?
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 15, 1997, S. 63-67.

Ingrid Rügge:
Informatik – Eine Reise in die Zukunft
In: Dokumentation des 22. Kongreß von Frauen in Naturwissenschaft und Technik, Braunschweig 16.-19. u5.1996. Darmstadt: FiT-Verlag 1997, S. 365-366.

Veronika Oechtering:
Neue Kooperationen von Frauen in der Hochschulausbildung. Woher soll die Basis für die Frauenuniversität eigentlich kommen?
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 14, 1996, S. 19-20.

Veronika Oechtering:
Informatica Feminale – eine Sommeruniversität für Frauen.
In: Frauenarbeit und Informatik, Nr. 12, 1995.

Frauenstudium

In Deutschland gibt es Frauenstudiengänge (bisher) nur an Fachhochschulen.

Die folgenden Studienangebote enthalten in der Eingangsphase monoedukative Lehrveranstaltungen für Frauen:

Die Informatica Feminale in der Universität Bremen und die Informatica Feminale Baden-Württemberg sind reguläre monoedukative Studienangebote für Frauen in Universitäten. Als Sommeruniversitäten steht sie für Studentinnen aller Hochschulen offen.

(letzte Änderungen: 6-2010)

Call for Lectures 2018 – eine Einladung an alle Fachfrauen!

Vom 6. – 24. August 2018 veranstaltet die Universität Bremen das einundzwanzigste internationale Sommerstudium der Informatica Feminale.
Der Call for Lectures ist veröffentlicht: Lehrangebote können bis zum
10. Februar 2018 eingereicht werden.

Informatikerinnen und interdisziplinär im Fach arbeitende Frauen sind herzlich eingeladen, Lehrangebote zu entwickeln und für die diesjährige Sommeruni einzureichen. Themen aus dem gesamten Spektrum der Informatik sind willkommen. Die Universität Bremen vergibt Lehraufträge an die Dozentinnen.

Fokus 2018 „Geschlechterpolitik und Ingenieurinnen-Arbeit“
Vorschläge für Lehrveranstaltungen und Vorträge, welche das Thema Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Informatik und Ethik behandeln, sind ausdrücklich erwünscht. Zugleich sind Dozentinnen mit Angeboten rund um Studium, Beruf und Karriere eingeladen.
Firmen mit geschlechtersensiblen Organisationskonzepten und Personalmanagement-Strategien, die Ingenieurinnen erfolgreich auf ein breites Spektrum an Führungspositionen bringen, sind herzlich eingeladen, ihre ‚best practices‘ den Teilnehmerinnen der Informatica Feminale zu präsentieren. Zugleich bieten wir zahlreiche Sponsoring-Gelegenheiten.

Die Informatica Feminale bietet jährlich kompakte Lehre zur Informatik für Studentinnen aller Hochschularten und für an Weiterbildung interessierte Frauen. Studieneinstieg, Verbleib im Studium, Berufsübergang und lebenslanges Lernen auf universitärem Niveau stehen dabei gleichermaßen im Blickfeld. Dozentinnen und Teilnehmerinnen kommen aus dem In- und Ausland, Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch. Das Sommerstudium zielt zugleich auf die fachliche Vernetzung von Studentinnen und die berufsbegleitende Weiterbildung von Informatikerinnen auf universitärem Niveau. Interessierten Personalverantwortlichen bieten wir vielfältige Gelegenheiten zum Austausch mit internationalen Studentinnen und Absolventinnen während der Informatica Feminale.

Hinweis:
Zeitgleich findet zur Informatica Feminale findet die Ingenieurinnen-Sommeruni, die Sommeruniversität für Frauen in Elektrotechnik & Informationstechnik sowie aus Maschinenbau & Verfahrenstechnik statt. Hierzu können ebenfalls Lehrangebote eingereicht werden.
Call for Lectures für die Ingenieurinnen-Sommeruni.

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Wunschdozentinnen

Unsere Wunschdozentinnen sind

  • Professorinnen, die engagierte Studentinnen zum Experimentieren mit neuen Lehrkonzepten suchen,
  • wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, die eigenständige Lehrveranstaltungen entwickeln und in angenehmer Umgebung durchführen möchten,
  • Praktikerinnen, die ihre Berufserfahrungen weitergeben oder Lehrerfahrungen für eine Hochschulkarriere sammeln wollen,
  • Forscherinnen und Praktikerinnen aus unterschiedlichen Fächern, die sich interdisziplinär mit Informatikthemen auseinandersetzen,
  • Studentinnen, die fachliche Diskussionsrunden zum Austausch von Erfahrungen unter Studentinnen anbieten wollen, und
  • Expertinnen mit Angeboten zur Orientierung im Studienalltag und Berufsübergang.

Von interessierten Dozentinnen benötigen wir bei ihrer erstmaligen Bewerbung bei der Bremer Informatica Feminale eine kurze Darstellung ihres fachlichen Hintergrunds. Weiterhin erfragen wir im Anmeldeformular für Lehrangebote einige Angaben zur Person, die später im Programm veröffentlicht werden. Für umfangreiche Veranstaltungen erhalten die Dozentinnen Lehraufträge der Universität Bremen.

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Planen

Was Sie bei der Planung eines Lehrangebots beachten sollten

Auf den folgenden Webseiten möchten wir Ihnen die Rahmenbedingungen einer Tätigkeit als Dozentin der Informatica Feminale erläutern und Ihnen Hinweise zur Anmeldung eines Lehrangebots geben. Darüber hinaus sind die wichtigsten Punkte zur Anmeldung eines Lehrangebots in einer Planungshilfe zusammengefasst.

Die einzelnen Punkte werden im Anmeldeformular für die Lehrangebote abgefragt.

Für Fragen und weitere Informationen wenden Sie sich gern an:

Universität Bremen
Informatica Feminale
Postfach 330440
D-28334 Bremen
Tel +49 (0)421 218-64469
E-Mail: if@informatica-feminale.de

oder
Veronika Oechtering
Tel +49 (0)421 218-64463

Henrike Illig
Tel +49 (0)421 218-64467

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Themen der Lehrveranstaltungen

Wir wünschen uns Lehrangebote aus dem gesamten Spektrum der Informatik: Theoretische, Praktische, Technische und Angewandte Informatik, Geschlechterforschung in der Technik, Informatik und Gesellschaft, Bindestrich-Informatiken sowie Veranstaltungen, die interdisziplinäre Themen aufgreifen.

Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch.

Wir laden Wissenschaftlerinnen explizit ein, die Sommeruni zum Ausprobieren von veränderten Unterrichtsformaten zu nutzen und dabei Erfahrungen zusammen mit engagierten und interessierten Teilnehmerinnen zu sammeln. Diese offene Situation überrascht neue Dozentinnen immer wieder sehr positiv und motiviert sie für die Lehrtätigkeit in ihren Heimathochschulen.

Insbesondere von Studentinnen des Grundstudiums werden Lehrangebote zu grundlegenden Fertigkeiten stark nachgefragt. Verbindungen von Theorie und Praxiseinheiten – auch von Ausschnitten zur Vertiefung regulärer Lehrveranstaltungen – sind interessant. Ebenso sind Spezialthemen aus allen Bereichen gewünscht. Zugleich sind Veranstaltungen zur Stärkung der sozialen Kompetenz von Studentinnen sehr willkommen.

Gemeinsame Angebote mehrerer Dozentinnen haben sich sehr bewährt; dies kann zugleich ein Weg sein, Interdisziplinarität zu leben.

Hinweis: Wir können keine Lehrveranstaltungen durchführen, die nur einzelne Software-Produkte erläutern. Vielmehr sollten allgemeine Konzepte im Vordergrund stehen.

Bitte sprechen Sie uns gern vorab an. Für die Anmeldung der Lehrangebote benutzen Sie bitte das Anmeldeformular.

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Lehrformen und technische Infrastruktur

Folgende Veranstaltungsformen sind möglich:

  • Vorlesung
    im Frontalunterricht werden von der Dozentin die Inhalte vermittelt,
  • Kurs
    Vorlesung abwechselnd mit vertiefenden Übungen innerhalb der Unterrichtszeiten,
  • Seminar
    die Inhalte werden von den Teilnehmerinnen vorab vorbereitet, vorgetragen und (meist) nach der Sommeruni schriftlich ausgearbeitet,
  • Projekt
    entlang einer größeren Projektaufgabe erarbeiten sich die Teilnehmerinnen ein Thema,
  • Seminarvorlesung
    Grundlagen werden als Vorlesung vermittelt, während Spezialthemen von Teilnehmerinnen vorgetragen werden,
  • Praktikum
    anhand praktischer Aufgabenstellungen werden spezielle Fertigkeiten eingeübt,
  • Workshop
    die Themen werden unter vorheriger Anleitung in Absprache mit den und durch die Teilnehmerinnen erarbeitet,
  • Vortrag
    ein spezielles Thema wird von der Dozentin vorgestellt und diskutiert,
  • Exkursion
    Erkundung vor Ort,
  • Plenum
    Erfahrungsaustausch unter Dozentinnen und/oder Teilnehmerinnen.

Veranstaltungsformen können teilweise kombiniert werden.
Veranstaltungsort ist die Universität Bremen.

Bei der Vorbereitung eines Veranstaltungsangebots sollten Sie die gewünschte Zielgruppe der Teilnehmerinnen und notwendige Vorkenntnisse genau benennen.

Alle Veranstaltungen werden von uns in Themen- und Zeitschienen gruppiert. Sie können die Dauer Ihrer Veranstaltung entsprechend unserem Blöckeschema festlegen, wir stimmen dies mit den anderen Lehrveranstaltungen ab. Bitte bedenken Sie, dass bei dieser Art von Blockveranstaltungen der Ablauf vor Ort kaum noch variiert werden kann.

Die technischen Infrastrukturen einzelner Fachbereiche sowie zentraler Einrichtungen der Universität Bremen stehen Ihnen zur Verfügung, Details werden individuell abgesprochen.

Notwendige Software-Installationen müssen langfristig vorab mitgeteilt werden. Es können keine Administrationsrechte für Computerlabore an Dozentinnen vergeben werden.
In den letzten Jahren haben wir positive Erfahrungen mit Notebook-Kursen gemacht, zu denen die Dozentinnen und alle Teilnehmerinnen ihre eigenen Rechner mitbringen. Insbesondere wenn die Installation einer Software bereits Lehrinhalt sein soll oder rechtekritische Anwendungen benutzt werden sollen, empfehlen wir Notebook-Kurse. Selbstverständlich stehen WLAN und Beamer etc. von der Universität Bremen zur Verfügung.

Im Anmeldeformular können Sie die gewünschte Lehrform benennen, wir prüfen die Angaben und machen ggf. Änderungsvorschläge.

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Zielgruppen

Als motivierte Teilnehmerinnen erwarten Sie

  • Studentinnen von Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen oder Berufsakademien mit Hauptfach oder Nebenfach Informatik,
  • Studentinnen aus weiteren Technik- und Naturwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften,
  • Fachfrauen aus der Praxis, die sich auf hohem Qualifikationsniveau weiterbilden wollen sowie
  • (ab und zu) Schülerinnen mit Interesse am Technikstudium.

Gerade diese Vielfalt der verschiedenen Lebenserfahrungen und -perspektiven unter den Teilnehmerinnen führt zu regen Diskussionen in den Veranstaltungen und macht den Reiz des Sommerstudiums aus.

Wir erwarten insgesamt ca. 200-250 Teilnehmerinnen in Bremen. Der Unterricht erfolgt in kleinen Gruppen von 10-25 Frauen. Dozentinnen können die gewünschte Gruppengröße festlegen. Im Unterricht in Kleingruppen wird eine besonders intensive Arbeitsatmosphäre ermöglicht. In Veranstaltungen mit hohem Praxisanteil sollten maximal 15 Teilnehmerinnen erwartet werden.

Erfahrungsgemäß kommen Teilnehmerinnen, die freiwillig und aus großem Interesse an Themen oder praktischen Experimentiermöglichkeiten angereist sind. Größtenteils nehmen Studentinnen und Fachfrauen teil. Einige Teilnehmerinnen besuchen seit Jahren regelmäßig die Informatica Feminale.

Die Studentinnen kommen aus internationalen Universitäten und Fachhochschulen, so dass vor einer Veranstaltung und/oder in den ersten Stunden beim Sommerstudium viel Austausch erforderlich ist, um die gemeinsame Basis zu bestimmen. Teilnehmerinnen, die zur beruflichen Weiterbildung an der Informatica Feminale teilnehmen, müssen vielfach Urlaub nehmen, und zahlen zudem einen höheren Teilnahmebeitrag als Studentinnen.

Bei der Vorbereitung eines Veranstaltungsangebots sollten Sie den gewünschten Kreis der Teilnehmerinnen und notwendige Vorkenntnisse genau benennen.

Es sollte deutlich werden, ob beispielsweise nur Studentinnen einer bestimmten Studienphase angesprochen werden sollen oder eher eine Vielfalt von Teilnehmerinnen gewünscht wird. Beispiele aus früheren Sommerunis können Ihnen Anregungen geben.
Im Anmeldeformular werden Formulierungsvorschläge aufgeführt.

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Leistungsanforderungen

Um den Teilnehmerinnen mit den Beschreibungen der Lehrveranstaltungen möglichst genaue Eindrücke von Inhalt, Ablauf und den erwarteten Anforderungen vermitteln zu können, benötigen wir klare Darstellungen von Ihnen. Ziel der Informatica Feminale ist, dass Studentinnen reguläre Leistungsnachweise („Scheine“) und Credit Points erwerben können.

Credit Points

Für Studentinnen aus Bachelor- und Masterstudiengängen müssen Credit Points (CP) nach dem ECTS (European Credit Point Transfer System) ausgewiesen werden. Diese berechnen sich nach Zeitstunden. 1 CP entspricht 30 Zeitstunden an Arbeitsaufwand für die Lehrveranstaltung, wobei sowohl die Unterrichtszeit plus alle weiteren Arbeitszeiten für die Lehrveranstaltung vor, während und nach dem Sommerstudium zusammen gerechnet werden.

Ziel ist mindestens 1 CP pro Lehrveranstaltung. Auch 2 oder mehr Credit Points sind bei aufwendigen Veranstaltungen möglich.

Um Credit Points zu erhalten, müssen die Teilnehmerinnen zusätzlich zum Unterrichtszeitraum in Bremen vor und nach den Aufenthalten zuhause weitere Arbeitsleistungen erbringen. Also beispielsweise:

Credit Points Präsenzzeit in Bremen* Vor- und Nachbereitung**
für 1 CP
(also 30 Zeitstunden)
14 Unterrichtsstunden
(also 1 Halbwochen-Block);
also 10,5 Zeitstunden
Insgesamt 19,5 Zeitstunden
für 1 CP
(also 30 Zeitstunden)
12 Unterrichtsstunden
(also 1 Wochenend-Block);
also 9 Zeitstunden
Insgesamt 21 Zeitstunden
für 2 CP
(also 60 Zeitstunden)
14 Unterrichtsstunden
(also 1 Halbwochen-Block);
also 10,5 Zeitstunden
Insgesamt 49,5 Zeitstunden
für 2 CP
(also 60 Zeitstunden)
28 Unterrichtsstunden
(also 2 Halbwochen-Blöcke);
also 21 Zeitstunden
Insgesamt 39 Zeitstunden
für 3 CP
(also 90 Zeitstunden)
28 Unterrichtsstunden
(also 2 Halbwochen-Blöcke);
also 21 Zeitstunden
Insgesamt 69 Zeitstunden

* 1 Unterrichtsstunde = 45 Minuten

**Vor- und Nachbereitung beinhaltet:

Literaturrecherche, Vorab-Software-Installationen, Programmierarbeiten, Experimente, Teilnahme am Vortragsprogramm der Sommeruni, Teamarbeit, Hausarbeiten, Ausarbeitung von Referaten, usw. Alle Zeiten werden gleichwertig gerechnet.

Bitte beachten Sie unbedingt, dass die Teilnehmerinnen während ihres Aufenthalts in Bremen in den Pausen oder an Abenden bzw. Wochenenden keine Zeit hierfür haben werden! In Bremen steht Dozentinnen und Teilnehmerinnen nur die Präsenzzeit zur Verfügung.

Bewertung und Benotung

Zusätzlich zur Vergabe von Credit Points müssen die Studienleistungen mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet werden. Sie können zudem benotet werden, müssen aber nicht!
Die Benotung erfolgt dann entsprechend dem aktuellen Allgemeinen Teil der Bachelorprüfungsordnung der Universität Bremen; genaue Informationen erhalten die Dozentinnen nach der Programmkomitee-Entscheidung.

In allen Lehrveranstaltungen werden den Teilnehmerinnen zusätzlich unbewertete Teilnahmebescheinigungen ausgestellt.

Anerkennung

Die Studentinnen wollen häufig Studienleistungen erbringen, um sie in ihrer Heimathochschule anerkennen zu lassen. Dazu benötigen sie klare Ankündigungen der Leistungsanforderungen und eine genaue Beschreibung der Lehrinhalte vor dem Beginn der Veranstaltung.

Anerkennungen der Studienleistungen im Sommerstudium müssen nach dem Sommerstudium von jeder einzelnen Studentin an ihrem Heimatstudienort selbst eingeholt werden.
Innerhalb der Universität Bremen werden diese Anerkennungen vor dem Sommerstudium festgelegt und auf den Programm-Webseiten der Informatica Feminale bekannt gegeben.

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Unterrichtsdauer und -zeiten

Entsprechend den verschiedenen Lehrformen sind unterschiedliche Veranstaltungsdauern möglich, um Studentinnen die Anerkennung im Studium zu gewährleisten und um Lehraufträge an die Dozentinnen vergeben zu können. Im Laufe der Jahre hat sich im Sommerstudium eine Mischung von 2-, 2,5- oder 5-tägigen Veranstaltungen ergeben.


Mehrtägige Lehrangebote

Die Dauer und die Einteilung der einzelnen Lehrveranstaltungen werden basierend auf den Vorschlägen der Dozentinnen von der Organisatorin in Bremen festgelegt. Dabei erfolgt eine Rücksprache mit den Dozentinnen.

Das Sommerstudium 2018 hat folgendes Schema mit festgelegten Unterrichtsblöcken und -zeiten:

Timer2018 zum Download

– Block I (Mo 06.8.-Mi 08.8.)
– Block II (Do 09.8.-Fr 10.8.)
– Block III (Sa 11.8.-So 12.8.)
– Block IV (Mo 13.8.-Mi 15.8.)
– Block V (Do 16.8.-Fr 17.8.)
– Block VI (Sa 18.8.-So 19.8.)
– Block VII (Mo 20.8.-Mi 22.8.)
– Block VIII (Do 23.8.-Fr 24.8.)

Zwischen Doppelstunden soll jeweils eine halbstündige Pause gemacht werden (im Vormittagsblock möglichst von 10.30 Uhr bis 11 Uhr; Dozentinnen können hiervon jedoch entsprechend den Anforderungen ihrer Lehre abweichen). Es wird eine kostenlose Cafeteria nur für Teilnehmerinnen und Dozentinnen der Informatica Feminale bereit stehen, in der die Pausen verbracht werden können.

Anhand dieses Schemas kann eine Lehrveranstaltung mit 14 Unterrichtsstunden (1 SWS=Semesterwochenstunde) beispielsweise von Montag bis Mittwoch oder Donnerstag bis Freitag stattfinden. Ein Wochenkurs, sprich das Zusammenlegen von 2 Blöcken, entspricht 28 Unterrichtsstunden (2 SWS). Beispiele von Zeiteinteilungen aus früheren Sommerstudien können Ihnen Anregungen geben. Im Anmeldeformular können Sie auch alternative Terminwünsche angeben.

Vorträge/ Plenum/Diskussionsrunden

Vorträge finden nur in Blöcken (wahrscheinlich an den Mittwoch-Nachmittagen) statt. Vorträge werden nicht vergütet, eventuell können anteilig Fahrtkosten übernommen werden. Für Vorträge sind derzeit je 30 Minuten und für Diskussionsrunden je 60 Minuten geplant. Anmeldungen von Vorträgen, Plenum und Diskussionsrunden werden auch über unser Anmeldeformular entgegen genommen.

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Lehrauftrag

Bei Veranstaltungen im Umfang von mindestens einem Halbwochen- bzw. Wochenendblock inklusive der Betreuung von Vor- und Nacharbeiten von Teilnehmerinnen (entsprechend mindestens 1 Semesterwochenstunde) können Dozentinnen Lehraufträge der Universität Bremen erhalten. Dies setzt auch voraus, dass mindestens 1 Credit Point angeboten wird.

Eine vollständige Modulbeschreibung zur jeweiligen Veranstaltung ist weitere Voraussetzung zur Erteilung eines Lehrauftrags. Entsprechende Formulare und Vorlagen erhalten Sie direkt nach der Entscheidung des Programmkomitees von den Organisatorinnen.

Die Lehraufträge werden als Lehrauftragsvergütung bezahlt entsprechend der Lehrauftragsordnung der Universität Bremen (aktuell je nach Hintergrund der Dozentin zwischen 21 und 33 Euro pro Unterrichtsstunde).

Weitere Einzelheiten können bei der Organisatorin in Bremen direkt erfragt werden.

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Reise, Aufenthalt, Kinderbetreuung und Sponsoring

Die Unterbringung der Dozentinnen sowie ggf. ihrer Kinder erfolgt durch die Universität Bremen. Von der Universität werden in Abstimmung mit den Dozentinnen Hotels bzw. Gästezimmer gebucht und (falls nicht anders mit den Dozentinnen vereinbart) direkt durch die Universität Bremen bezahlt.

Ebenso werden die Reisekosten der Dozentinnen von der Universität Bremen übernommen. Dabei können nur Kosten erstattet werden, die den gesetzlichen Erstattungsregelungen des Landes Bremen entsprechen.

Während des gesamten Sommerstudiums ist durchgängig eine kostenlose Kinderbetreuung vorhanden. Frühzeitige Anmeldung der Kinder ist erforderlich.

Sollte der/die Arbeitgeber/in einer Dozentin (anteilig oder vollständig) deren Reisekosten oder Honorare übernehmen, benennen wir die Firma/die Einrichtung sehr gern auf der Website der Informatica Feminale als Sponsor/in. Manche Firmen stellen Dozentinnen auch für die Unterrichtszeit frei, so dass für uns keine Honorare entstehen.

Für Sponsor/inn/en bestehen weitere Möglichkeiten, die Informatica Feminale zu unterstützen. So sind Reisekostenstipendien für Teilnehmerinnen sehr willkommen. Firmen können sich beispielsweise im Rahmen von Vorträgen oder Exkursionen präsentieren.

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Weitere Termine 2018

10. Februar Anmeldefrist für Lehrangebote
> zum Anmeldeformular
17. Februar öffentliche Sitzung des Programmkomitees der Informatica Feminale

(Interessentinnen bitten wir um vorherige Anmeldung an das Sommeruni-Team, damit wir die Sitzung besser vorbereiten können.)

Februar bis April Erstellung des Programms und Rücksprache mit den Dozentinnen
ab Mai Veröffentlichung des Programms und Beginn des Anmeldeverfahrens, intensive Öffentlichkeitsarbeit,
laufende Platzzuteilung an Teilnehmerinnen
Mitte Juli Anmeldeschluss für Teilnehmerinnen, endgültige Entscheidung über das Stattfinden der einzelnen Lehrangebote
6. – 24. August 10. Ingenieurinnen-Sommeruni
in der Universität Bremen
6. – 24. August 21. Informatica Feminale
in der Universität Bremen

Hinweise auf weitere Sommerstudien für Frauen in der Technik

27. Februar –
03. März
regionale meccanica feminale in Baden-Württemberg an der Hochschule Furtwangen
31. Juli –
04. August
regionale informatica feminale in Baden-Württemberg an der Universität Freiburg
20. August –
01. September
ditact_women´s IT summer studies,
Salzburg, Österreich

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