Das war die Sommeruni

Liebe Teilnehmerinnen, Dozentinnen, und Unterstützer*innen der Sommeruni 2025,

vom 20. August bis 04. September 2025 veranstaltete die Universität Bremen das 28. internationale Sommerstudium der Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik.

Unser Dank…
Als Organisationsteam bedanken wir uns besonders herzlich bei unseren Dozentinnen für ihre engagierte Lehre und ihre Kollegialität.

Gefreut haben wir uns über die Grußworte von Frau Irene Strebl, der Staatsrätin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen, vertreten durch Dr. Anne-Luise Baumann, sowie Dr. Mandy Boehnke, Konrektorin für Internationalität, wissenschaftliche Qualifizierung und Diversität der Universität Bremen.

Ebenso erfreut haben uns die interessierten und austauschfreudigen Teilnehmerinnen, die nach Bremen gereist sind und sich rege an Lehrveranstaltungen, Exkursionen, Diskussionen sowie der Vollversammlung beteiligt haben. Vielen herzlichen Dank an Euch, Eure Unterstützung, das Networking und die Ideen!

Auch in diesem Jahr konnten wir zahlreichen Teilnehmerinnen Stipendien für ihren Aufenthalt in Bremen zur Verfügung stellen.

Besonderer Dank gilt den Sponsor*innen, die zentrale Elemente für die Begegnung von Teilnehmerinnen und Dozentinnen ermöglicht haben.

Und last but not least ein Riesen-Dankeschön an all‘ unsere studentischen Mitarbeiterinnen in Bremen. Ob im Tagungsbüro oder in der Cafeteria, ihr wart ein Spitzenteam!

Unser Rückblick…
Im Sommerstudium 2025 wurden 60 jeweils mehrtägige Lehrveranstaltungen zu aktuellen Fachthemen sowie zu interdisziplinären Themen angeboten. Die Dozentinnen erhielten Lehraufträge der Universität Bremen.
Das breite Spektrum an Unterrichtsthemen richtete sich sowohl an Fachstudentinnen und Fachfrauen der Technikwissenschaften als auch an Studentinnen aller Fächer. Es gab Grundlagen und Spezialthemen, interdisziplinäre Themen sowie Angebote rund um Studium, Beruf und Karriere.
Die Kurse wurden wie gewohnt sehr gut nachgefragt; insgesamt nahmen über 200 Studentinnen aus dem In- und Ausland am Sommerstudium teil .

Im Jahr 2025 konnten wir uns wiederum über ein äußerst umfangreiches Rahmenprogramm freuen. Es umfasste

  • zwei Exkursionen in der Nordwest-Region:
    – zum AWI Alfred Wegener Institut Bremerhaven
    – zu Airbus Bremen
  • zwei Führungen der swb in Bremen zum Müllheizkraftwerk und zum neuen Blockheizkraftwerk
  • sechs Besuche bei Forschungsinstituten:
    – dem Leibniz-IWT
    – dem Fallturm des Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)
    – dem Bremen Ambient Assisted Living Lab (BAAL) des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
    – dem Robotics Innovation Center des DFKI
    – der Bremer Baumwollbörse
    – dem Faserinstitut Bremen (FIBRE)
  • zwei Stadtführungen durch Bremen
  • sowie mehreren Networking Events, die von unseren Sponsoring-Partner*innen ausgerichtet wurden.

Für ausführliche Informationen zu den Fachkursen und zum Rahmenprogramm:

Das Sommeruni-Jahr 2025 ging zu Ende mit einem Meantime-Programm, das wiederum großen Anklang fand.

Unser Ausblick…
Seit 28 Jahren findet in der Universität Bremen jährlich kontinuierlich das Sommerstudium der Informatica Feminale (ab 1998) sowie damit verbunden die Ingenieurinnen-Sommeruni (ab 2005) statt. Dozentinnen und Teilnehmerinnen bringen durchgängig großes Engagement mit aktuellsten Unterrichtsthemen, wertvollen Diskursen, vielfältigen Zugängen zu Wissen sowie solidarische Unterstützung im Netzwerk ein.

Unser gemeinsamer Erfahrungsschatz liegt darin, einerseits relevante Themen und Interessens­lagen von Teilnehmerinnen einzuschätzen, in Programmgestaltungen aufzunehmen und mit hochmotivierten Dozentinnen universitäre Lehre anzubieten. Insbesondere mit Lehre, die sich aus feministischen Perspektiven mit der Anwendung von Technikwissen aus Informatik und Ingenieurwesen in verschiedenen Arbeits- und Lebensbereichen beschäftigt. Andererseits Interesse an Fachthemen der Informatik zu erzeugen, engagierte Studentinnen und Fachfrauen zu gewinnen und neugierig zu machen auf technische Bildung.

Weit über 3.000 Informatikstudentinnen plus zahlreiche Studentinnen anderer Fächer haben die Bremer Informatica Feminale bislang oft mehrfach besucht. Auch die internationale Vernetzung von Fachfrauen ist beständig gewachsen.

Allen Beteiligten danken wir SEHR herzlich für ihre außergewöhnlichen Beiträge und die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vielen langjährig bestehenden Kooperationen.

Mit herzlichen Grüße aus Bremen,
Henrike Illig und Veronika Oechtering

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Einladung zur Informatica Feminale 2025

Aktuell:
Die genauen Räume für die einzelnen Lehrveranstaltungen werden erst in der Tagungsmappe und als Aushang am Tagungsbüro bekannt gegeben. Die Tagungsmappe zu Ihren Veranstaltungen bekommen Sie im Tagungsbüro der Sommeruniversitäten.
Wir veröffentlichen keine Raumangaben auf dieser Website, weil die Erfahrungen gezeigt haben, dass es zu viele kurzfristige Änderungen während der Sommeruni-Wochen gibt und diese Änderungen dann persönliche Kontakte erfordern.
Alle Angaben zu Anreise, Lagepläne und Tagungsbüro finden Sie unter dem Link
https://www.informatica-feminale.de/category/kontakt/

Vom 20. August – 4. September 2025 veranstaltet die Universität Bremen das 28. internationale Sommerstudium der Informatica Feminale – Sommeruniversität für Frauen in der Informatik. Es werden über 60 Lehrveranstaltungen zu aktuellen Fachthemen sowie zu interdisziplinären Themen angeboten.
Das breite Spektrum an Unterrichtsthemen richtet sich sowohl an Fachstudentinnen und Fachfrauen in der Informatik als auch an Studentinnen aller Fächer. Es gibt Grundlagen und Spezialthemen der Informatik, interdisziplinäre Themen sowie Angebote rund um Studium, Beruf und Karriere. Wir bieten Reisestipendien für Studentinnen an. Das Sommerstudium findet auf dem Campus der Universität Bremen statt.

Die Informatica Feminale versteht sich als ein Netzwerk für Frauen. Wir tauschen uns über technische und soziale Veränderungen aus, die uns täglich begegnen und die wir als Technikerinnen mit gestalten. Das Sommerstudium soll Raum und Zeit bieten für eine kritische Reflexion und experimentelle Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang von Technikverständnis und gesellschaftlichen Entwicklungen. Wir werden dazu insbesondere Lehre anbieten, die sich aus feministischen Perspektiven mit der Anwendung von Technikwissen aus Informatik und Ingenieurwesen in verschiedenen Arbeits- und Lebensbereichen beschäftigt.

Interessentinnen, die als Teilnehmerinnen oder Dozentinnen beim Sommerstudium dabei sein und zukünftig Informationen über unser Programm erhalten möchten, nehmen wir gern in unseren Info-Verteiler auf. Sendet uns dazu eine E-Mail an if@informatica-feminale.de.

Firmen mit geschlechtersensiblen Organisationskonzepten und Personalmanagement-Strategien, die Ingenieurinnen erfolgreich auf ein breites Spektrum an Führungspositionen bringen, sind herzlich eingeladen, ihre ‚best practices‘ den Teilnehmerinnen der Informatica Feminale zu präsentieren. Zugleich bieten wir zahlreiche Sponsoring-Gelegenheiten.

Internationales Sommerstudium für Frauen in der Informatik

Zur Informatica Feminale laden wir Studentinnen aller Arten von Universitäten und Hochschulen herzlich ein. Ebenso Fachfrauen, die an Weiterbildung auf akademischem Niveau interessiert sind. Sie können im Präsenzprogramm drei Wochen lang spannende fachliche Themen in einer freundlichen und anregenden Lernumgebung kennenlernen und in ein Netzwerk von Frauen eintreten, die vielfältige Hintergründe mitbringen.

Die Informatica Feminale bietet jährlich kompakte Lehre aus allen Bereichen der Informatik für Studentinnen aller Hochschularten und für an Weiterbildung interessierte Frauen.

Studieneinstieg, Verbleib im Studium, Berufsübergang und lebenslanges Lernen auf universitärem Niveau stehen dabei gleichermaßen im Blickfeld. Dozentinnen und Teilnehmerinnen kommen aus dem In- und Ausland.

Die Sommeruniversität Informatica Feminale wird in der Universität Bremen seit 1998 als reguläres Lehrangebot vom Fachbereich Mathematik und Informatik und vom Kompetenzzentrum Frauen in Naturwissenschaft und Technik der Universität Bremen durchgeführt. Die Finanzierung erfolgt überwiegend aus den Professorinnenprogrammen von Bund und Ländern, der Universität Bremen sowie Fachbereichsmitteln. 

Gleichstellungspreis des Fakultätentags Informatik
Der Fakultätentag Informatik hat die Sommeruniversität Informatica Feminale des Fachbereichs Mathematik und Informatik der Universität Bremen mit dem erstmals vergebenen Preis für herausragende Gleichstellungsarbeit ausgezeichnet. Die Preisverleihung und Laudatio von Professorin Christiane Floyd ist mit Video und Fotos festgehalten.

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Ort des Experimentierens in der Fachlehre

Mit dem Konzept von monoedukativen Sommeruniversitäten für Studentinnen und Fachfrauen wird ein Raum geschaffen, um geschlechtergerechte Reformmaßnahmen für Studium und akademische Weiterbildung zu entwickeln und zu erproben. Unser konzeptueller Ausgangspunkt ist dabei eindeutig fachlicher Art.

Wir möchten Frauen in der Informatik aktivieren, für sich und für andere Informatikerinnen ebenso wie für am Fach interessierte Frauen Orte des Austausches zu gestalten. Dieser Austausch basiert auf fachlichen Themen, schließt jedoch die persönliche Ebene über intensive Kommunikationsangebote mit ein.

Die Informatica Feminale ist ein Ort des Experimentierens, um neue Impulse in das Fachstudium zu bringen.

Das Idee der Informatica Feminale ist 1992 in der Universität Bremen entstanden, das Konzept des überregionalen Sommerstudiums für Frauen in der Informatik konnte ab 1997 im Rahmen eines Bund-Länder-Projekts erprobt werden. Die Sommeruniversität findet seither jährlich statt. Es ist das erste monoedukative Fachstudienangebot, das integriert an einer Universität in Deutschland angeboten wird. Das Konzept wurde national und international erfolgreich transferiert. Zum Sommerstudium kommen jährlich 200-250 Teilnehmerinnen und besuchen rund 50 Lehrveranstaltungen.

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2017 – 2020: Das Transfer-Labor Technikkompetenzen

www.technikkompetenzen.de

Technikkompetenzen als berufliches Sprungbrett für Studentinnen nicht-technischer Fächer!

Ausgehend von den Sommeruniversitäten konnten wir von 2017 bis 2020 im BMBF-geförderten Verbundvorhaben „Transfer-Labor Technikkompetenzen“ der Universität Bremen und der Universität Hamburg allen Studentinnen nicht-technischer Fächer anbieten, den Weg zu einem Ergänzungsstudium oder einem Fachwechsel zu erkunden und nach einer gemeinsamen Vorbereitungsphase als weitergehend beratene Gruppe in ein reguläres Studium der Informatik oder der Ingenieurwissenschaft zu wechseln.

Digitalisierung und Technikentwicklung sind heutzutage allgegenwärtig. Dadurch entstehen neue Jobs an der Schnittstelle zwischen vormals eigenständigen Fachgebieten. Die klassischen Berufsfelder verschieben sich, greifen ineinander, verschmelzen sogar oftmals. Technisches Know-How gibt eine hohe Flexibilität, diese Veränderungen mitzumachen und davon zu profitieren. In Verbindung beispielsweise mit einem Studium der Sprachwissenschaften, Soziologie und Jura eröffnet es heutzutage attraktive Berufsperspektiven.

Das Verbundprojekt analysierte deutschlandweit die fächerübergreifende Lehre (General Studies) an Universitäten im Hinblick auf Angebote zum Erwerb von Technikkompetenzen. Deutlich wurde ein extremer Mangel an entsprechenden Lehrveranstaltungen, der insbesondere den Ausbau von digitalen Kompetenzen für die breite Studierendenschaft bisher weitgehend vernachlässigt. Dies führt aus geschlechterpolitischer Sicht zu einer strukturellen Diskriminierung von Studentinnen.
Der Bericht mit Handlungsempfehlungen zur geschlechtergerechten Ergänzung der General Studies Angebote steht zum Download bereit.

Falls Sie schon immer Interesse an technischen Fragestellungen hatten, ermöglichen Ihnen die Ingenieurinnen-Sommeruni und die Informatica Feminale weiterhin, Ihr bereits erworbenes Können in Ihrem aktuellen Studienfach zu verknüpfen mit technischen Grundlagen, die zu einem Sprungbrett für eine interessante berufliche Karriere werden können.

Mit diesem Verbundprojekt konnte erstmals in Deutschland innerhalb von Universitäten ein strukturiertes Vorgehen erprobt werden, wie bereits im Studium befindliche Studentinnen hinsichtlich ihres Interesses am Fachwechsel hin zu einem technischen Fach reagieren beziehungsweise wie sie an spezifischen Maßnahmen teilnehmen. Zugleich wurde für deutsche Universitäten beziehungweise für technische Studiengänge eine Beratungsstruktur entwickelt, wie die Aufnahme von Fachwechslerinnen und Studentinnen eines ergänzenden Studiums  umgesetzt werden können. Zahlreiche Handlungsempfehlungen dazu befinden sich auf der Projekt-Website www.technikkompetenzen.de.