[Uni-Logo] Universität Bremen
Fachbereich 3 Mathematik / Informatik
Studiengang Informatik
AG Theoretische Informatik
[Eng.
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[Feminale-Logo] 2. Sommerstudium vom 13. - 24.9.1999
im Rahmen des Projekts Informatica Feminale - Sommeruniversität für Frauen in der Informatik

Softwareentwicklung als Prozeß 

Softwareentwicklung ist keine Tätigkeit einer Person allein, zurückgezogen im stillen Kämmerlein. Softwareentwicklung ist eine Auseinandersetzung mit dem Anwendungsgebiet, den technischen Möglichkeiten und den Veränderungen der Arbeits- bzw. Lebenssituation der Betroffenen. Informatikerinnen müssen sich über ihre technischen Kenntnisse hinaus auf verschiedene Anwendungsgebiete einlassen können. Sie müssen lernen, eine gemeinsame Sprache und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten der Anwendungsgebiete zu finden und einen verantwortungsbewußten Blick für ihr Handeln erhalten. Ein wichtiges Merkmal der Softwareentwicklung ist die Kooperation und Kommunikation aller an dem Prozeß beteiligten Personen. Mit dieser Perspektive soll dem Bild der Hackerkultur, das Frauen eher ausgrenzt, entgegengewirkt werden. 

Im Themenschwerpunkt "Softwareentwicklung als Prozeß" wird einerseits ein Überblick über Vorgehensmodelle und Methoden der unterschiedlichen Phasen des Softwarelebenszyklus gegeben sowie auf wichtige Aspekte der Softwareentwicklung wie Projekt- und Qualitätsmanagement eingegangen. Andererseits werden in kleineren Projekten der Softwareentwicklungsprozeß oder Teile davon nachvollzogen, um die Probleme spürbar zu machen. Veranstaltungen zu einzelnen Methoden, Werkzeugen oder Systemumgebungen als Handwerkzeug von Informatikerinnen runden den Themenschwerpunkt ab. 

Software Engineering - Business Processes. History and Interaction
Dr. Ute Twisselmann, IBM Heidelberg

Einführung in das Projektmanagement belegt!
Dr. Ruth Marzi, Technische Universität Berlin 

Testmanagement - ein Beitrag zur Softwarequalitätssicherung
Bettina Wolz, SQS, Köln 

Wer hat Angst vor SAP? Betriebswirtschaftliche Systeme im praktischen Einsatz
Dr. Ute Clausen, UP-Vision Computergraphik, Bad Arolsen
Dipl.-Math. Heike Leitner, Nortech Datensysteme, Wunstorf 

Projektarbeit mit Kunden - theoretisch so einfach, praktisch voller Klippen
Dipl.-Inform. Sabine Rohlfs, IF InterFace Consulting Ltd., Ottawa, Kanada 

Methoden für die partizipative Entwicklung benutzungsgerechter Systeme
Prof. Dr. Suse Maaß, Universität Bremen

User-Partizipation: Methoden, Modelle und Erfahrungen
A.Univ.Prof. Dr. Edeltraud Hanappi-Egger, TU Wien, Österreich

Partizipation weiblicher Beschäftigtengruppen im Softwareentwicklungsprozeß - Projekterfahrungen
Dipl.-Inform. Martina Hammel, Frauensoftwarehaus, Frankfurt

Telearbeit in ihren Auswirkungen auf Organisationsgestaltung und Kompetenzentwicklung
PD Dr. Brita Modrow-Thiel, Universität Bremen

Schöner arbeiten im Cyberspace? Ändert Tele(heim)arbeit das traditionelle Geschlechterverhältnis?
Dipl.-Soz. Cornelia Brandt, DAG, Hamburg

Geschlechterforschung für die Technikgestaltung
Dipl.-Math. Corinna Bath, Universität Bremen

Rechnerunterstützte Kooperation und Kommunikation (CSCW) am Beispiel der Gestaltung und Nutzung einer LotusNotes-Datenbank belegt!
Dr. Ulrike Erb, Notes Development GmbH, Hannover

Zwischen Gegenständen, Zusammenhängen und BesucherInnen: InformatikerInnen stellen Hypermedien in ein Museum
Dipl.-Inform. Ulrike Wilkens, Universität Bremen

Computer, Internet und Kommunikation. Die Mischung machts! belegt!
Dipl.-Psych. Esther Bernds, Universität Bremen
Dipl.-Ing. Anne Pfoh, Universität Bremen

Schreibwerkstatt - Informatikerinnen schreiben verständlich
Dagmar Boedicker, München

Die Interaktion zwischen objektorientiertem Denken und feministischer Kritik - eine dynamische Verbindung belegt!
Dipl.-Math. Cecile Crutzen, Open Universiteit Heerlen, Niederlande
Dr. Karin Vosseberg, Universität Bremen

Objektorientierte Softwareentwicklung mit UML belegt!
Dr. Annika Wagner, Universität-GH Paderborn

CORBA - Eine Einführung in die Common Object Request Broker Architecture
Dipl.-Inform. Margret Hesselmann, TU Bergakademie Freiberg

Softwareentwicklung mit Java belegt!
Dr. Christel Ketelsen, Hamburg

Admina in Bremen: Java
Stud.-Inf. Beate Orlowski, Universität Hamburg
Stud.-Inf. Christine Reese, Universität Hamburg
Stud.-Inf. Heike Wagner, Universität Hamburg 

Programmierkurs C++ belegt!
Prof. Dr. Ulrike Lichtblau, Hochschule Bremerhaven

Einführung in Unix-Softwarewerkzeuge  abgesagt!
Dipl.-Inform. Petra Funk, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Saarbrücken

awk - die kleine Programmiersprache für zwischendurch belegt!
Dipl.-Phys. Irene Merk, Technische Universität Aachen


 

IF SOF1
IF INT11
Software Engineering - Business Processes. History and Interaction
  Dr. Ute Twisselmann, IBM, Heidelberg
  Mo. 13.9. 14-18 Uhr
Di. 14.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Mi. 15.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Do. 16.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Fr. 17.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Vorlesung
  Zielgruppe:

Voraussetzungen:

Teilnehmerinnen:

offen 

Grundkenntnisse in Programmierung, Mathematik und Softwaretechnik 

25

  Veranstaltungsankündigung 1998

Skript 1999

In der Entwicklung des Software Engineering haben sich neben den Methoden (Strukturierte Programmierung/Jackson - Objektorientierung) und Sprachen auch die Arbeitsweisen (kein Prozeß - Wasserfallprozeß - Prototypenzyklus) und Arbeitsumgebungen verändert. Darin steckt auch der Wandel vom âEin-Personen-für-sich-selbst'- Entwicklungsstil zur professionellen Teamumgebung. Diese Veränderungen wurden zum einen durch die technischen Möglichkeiten (Speicher, Prozessorgeschwindigkeit, graphikfähige Terminals), die theoretischen Weiterentwicklungen (abstrakte Datentypen), damit verbundenen neuen Sprachen (ADA, Smalltalk,C++,...) als auch durch neue Anforderungen der Kunden (Wartbarkeit, Portierbarkeit, Zuverlässigkeit, Benutzbarkeit auch durch Laien, ...) angestoßen. Zusätzlich begleiten Rechneranwendungen mehr und mehr die Geschäftsprozesse einer Firma. Entwickeln von Anwendungen setzt also ein Verständnis und zum Teil auch Veränderung dieser Prozesse voraus. Softwaredesign ist heute auch Design von Arbeitsabläufen. 

Ein geschichtlicher Überblick des Software Engineering auf den drei Hauptlinien: Theorie, Prozesse/Kommunikation und Business Process Modelling fördert das Verständnis dieser Zusammenhänge. Die Vorlesung wird begleitet von Übungen in Gruppen zum Thema Modelling/Design und Software/Designinspections. 


 
IF SOF2 Einführung in das Projektmanagement
  Dr. Ruth Marzi, Technische Universität Berlin
  So. 19.9. 13-16.30 Uhr
Mo. 20.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Di. 21.9. 9-12.30 Uhr
Mi. 22.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Do. 23.9. 9-12.30 Uhr
Fr. 24.9. 9-12.30 Uhr
Kurs
 belegt! Zielgruppe:

Voraussetzungen:

Teilnehmerinnen:

offen 

Projekterfahrung von Vorteil 

15

Es wird ein Überblick über die wesentlichen Aspekte des Projektmanagements gegeben:
  • Projektbegriff 
  • Projektbeteiligte 
  • Organisationsformen 
  • Projektphasen 
  • Aufgaben und Probleme des Projektmanagement 
  • Aufwands- und Kapazitätsplanung 
  • Qualitätsmanagement in Projekten 
  • Methoden der Projektplanung und -steuerung (Diagramme, Netzpläne) 
  • Planungs- und Steuerungshilfen 
  • Projektmanagementsoftware 
Jeweils in Übungen sollen anhand eines Beispielunternehmens/-projekts die wichtigsten Phasen eines Projekts vertieft werden.

 
IF SOF3 Testmanagement - ein Beitrag zur Softwarequalitätssicherung 
  Bettina Wolz, SQS, Köln
  Do. 23.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr Vorlesung
  Zielgruppe: offen
Die Vorgehensweise beim Testen in Softwareprojekten darf nicht dem Zufall überlassen werden; d.h. notwendige Maßnahmen sind zu planen und die Einhaltung der Planvorgaben ist zu überprüfen. Verschiedene Komponenten des Testprozesses müssen projektspezifisch unter Berücksichtigung der primären Zielgrößen "Qualität", "Kosten" und "Zeit" geplant werden. Zusätzlich sind die Ergebnisse des Testens zu dokumentieren. Die Vorlesung umfaßt eine detaillierte Darstellung der Vorgehensweise bei der Planung und Kontrolle des Testens in Softwareprojekten. Nach dem Besuch der Vorlesung besitzt die Teilnehmerin einen umfassenden Überblick über die Planungs- und Kontrollgrößen für das Testen und kennt die erforderlichen Schritte in der Softwareentwicklung und -wartung. Sie kann die notwendigen Vorkehrungen treffen, um das Testmanage-ment zum festen Bestandteil jedes Projektes werden zu lassen, und kann die erforderlichen Schritte im nächsten Projekt selbst durchführen. 

Die Notwendigkeit des Testmanagements, die Inhalte und Bearbeitung des Testplans, der Testaufträge, Erstellen und Verfolgen von Abweichungen, Vorgehensweise bei der Testkontrolle, Inhalt des Testberichts und der Teststatistik, Werkzeuge zum Testmanagement im Überblick, Vereinfachung des Testmanagements durch Standardisierung sind weitere Inhalte der Vorlesung.


 
IF SOF4 Wer hat Angst vor SAP? Betriebswirtschaftliche Systeme im praktischen Einsatz
  Dr. Ute Claussen, UP-Vision Computergraphik, Bad Arolsen
Dipl.-Math. Heike Leitner, Nortech Datensysteme, Wunstorf
  Mo. 20.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Di. 21.9. 9-12.30 Uhr
Mi. 22.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Kurs
  Zielgruppe:

Voraussetzungen:

Teilnehmerinnen:

Studentinnen im Hauptstudium und Praktikerinnen 

Grundkenntnisse in Programmierung, Softwaretechnik 

30

Betriebswirtschaftliche Anwendungssysteme sind ein klassisches Aufgabengebiet für Informatikerinnen in der Praxis. Dies hat seine Ursache in verschiedenen rechtlichen Randbedingungen, die letztlich alle Unternehmen zwingen, solche Systeme einzusetzen. Während Wirtschaftsinformatikerinnen schon im Studium solche Systeme kennenlernen sollten, werden viele Informatikerinnen erst bei ihrer Arbeit in einem Unternehmen damit bekannt gemacht. Wir wollen in diesem Kurs mit fast gleichen Anteilen in Theorie und Praxis zunächst das Anwendungsgebiet und seine Besonderheiten kennenlernen, in einem zweiten Teil betriebswirtschaftliche Standardsysteme erforschen und anwenden und in einem dritten Schritt die Vorgehensweise bei der Einführung eines solchen Systems sowie Techniken der Projektplanung und Projektabwicklung einüben.

 
IF SOF5 Methoden für die partizipative Entwicklung benutzungsgerechter Systeme 
  Prof. Dr. Susanne Maaß, Universität Bremen
  Mo. 13.9. 14-16 Uhr
Di. 14.9. 9-12.30 Uhr
Mi. 15.9. 9-12.30 Uhr
Do. 16.9. 9-12.30 Uhr
Seminar
  Zielgruppe:

Voraussetzungen:

Anforderungen:

Teilnehmerinnen:

offen 

Grundstudium Informatik 

Literaturstudium vor dem Sommerstudium, schriftliche Ausarbeitung nach dem Sommerstudium 

15

Wenn zukünftige Benutzerinnen und Benutzer an Systementwicklungsprozessen beteiligt werden, ist die Chance größer, daß die entstehenden Systeme ihre Zielgruppe angemessen bei ihrer Arbeit unterstützen. Die Zusammenarbeit von BenutzerInnen und SystementwicklerInnen ist allerdings nicht immer erfolgreich: Zwei Erfahrungswelten begegnen einander, in denen verschiedene Sprachen gesprochen werden und unterschiedliche Werte und Prioritäten gelten. InformatikerInnen müssen lernen, Brücken zwischen diese Welten zu bauen. In unserem Seminar wollen wir verschiedene Methoden der gemeinsamen Arbeit vorstellen, ausprobieren und reflektieren. Sie eignen sich jeweils für die verschiedenen Phasen der Softwareentwicklung, von der Anforderungsanalyse bis zur gemeinsamen Software-Evaluation.

 
IF SOF6 User-Partizipation: Methoden, Modelle und Erfahrungen
  A.-Univ. Prof. Dr. Edeltraud Hanappi-Egger, Technische Universität Wien, Österreich
  Mo. 20.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr Workshop
  Zielgruppe:

Voraussetzungen:

Teilnehmerinnen:

Informatikstudentinnen ab Ende Grundstudium, Praktikerinnen 

Grundkenntnisse Software Engineering 

15

Die Einbindung zukünftiger User in den Software-Entwicklungsprozeß ist eine inzwischen weitverbreitete Forderung, insbesondere wenn das Design und die Entwicklung von Software auch als Qualifikationsprozeß für Systemdesigne-rInnen und BenutzerInnen gesehen wird. In diesem Zusammenhang sollen verschiedene Modelle und Methoden der User-Partizipation vorgestellt werden. Ein besonderer Schwerpunkt der Lehrveranstaltung stellt allerdings die praktische Anwendbarkeit dar: Zu diesem Zwecke sollen die Studentinnen anhand eines Fallbeispiels (die Erarbeitung eines Konzepts eines Tools für die Planung von Operationsterminen einer chirurgischen Abteilung) lernen, welche Faktoren organisationstheoretischer Natur - wie z.B. Macht, Kontrolle, aber insbesondere auch geschlechtsspezifische Aspekte, etc. - den Entwicklungsprozeß mitbestimmen. Das aus didaktischen Gründen vorgeschlagene Rollenspiel gibt den Studentinnen die Möglichkeit, sich als User zu fühlen. Das im Rahmen der Reflexionsrunde aufzuarbeitende Feedback wird wichtige Impulse für die Entwicklung des Systemkonzepts liefern.

 
IF SOF7 Partizipation weiblicher Beschäftigtengruppen im Softwareentwicklungsprozeß - Projekterfahrungen
  Dipl.-Inform. Martina Hammel, Frauensoftwarehaus Frankfurt
  Sa. 18.9. 13-14.30 Uhr Vortrag mit Diskussion
  Zielgruppe:

Voraussetzungen:

Teilnehmerinnen:

offen 

Grundkenntnisse in Softwaretechnik 

30

Beteiligungsprozessen von Nutzerinnen und Nutzern in der Softwareentwicklung wird häufig die Möglichkeit zugeschrieben, Systeme stärker an den Arbeitserfordernissen zu orientieren. Ebenso vermögen sie die Chance zu bieten, Interessen von Nutzerinnen und Nutzer bei der Gestaltung der Systeme zu berücksichtigen. Anhand eines konkreten Vorgehensmodells für einen Beteiligungsprozeß in der Anforderungsermittlung und den praktischen Erfahrungen damit werden diese beiden Aspekte beleuchtet. Anschließend an den Vortrag sollen Potentiale und Problembereiche diskutiert werden.

 
IF SOF8
IF NET12
Schöner arbeiten im Cyberspace? Ändert Tele(heim)arbeit das traditionelle Geschlechterverhältnis?
  Dipl.-Soz. Cornelia Brandt, DAG, Hamburg
  Mi. 22.9. 14-16 Uhr Vortrag mit Diskussion
  Zielgruppe: offen
Die Interessen von Beschäftigten an Telearbeit sind vielfältig: Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, freie Zeiteinteilung, Unabhängigkeit von Hierarchien, größere Mobilität, Verringerung von Fahrzeiten, Arbeitsmöglichkeiten während des Erziehungsurlaubs. Insbesondere für Frauen bringt Tele(heim)arbeit auch Risiken: Abdrängung vom Arbeitsmarkt, zunehmende Isolation und Dreifachbelastung statt Loslösung von der traditionellen Rollenverteilung und gesell-schaftlicher Verantwortung für die Kinderbetreuung. Das telearbeitsspezifische Verwischen der zeitlichen Grenzen zwischen Erwerbs-, Haus- und Elternarbeit könnte auch eine Chance sein, den Anteil von Männern an der Erziehungs- und Reproduktionsarbeit zu vergrößern und die beruflichen Entwicklungsmöglich-keiten von Frauen zu verbessern. 

Entwicklung, Definition, Formen, Vor- und Nachteile von Telearbeit werden vorgestellt und Vorschläge zu einer arbeitnehmerinnenfreundlichen Gestaltung gemacht. Ziel ist die Anregung eines Diskurses zu den widersprüchlichen Auswirkungen dieser Arbeitsform auf das Geschlechterverhältnis.


 
IF SOF9
IF INT12
Geschlechterforschung für die Technikgestaltung
  Dipl.-Math. Corinna Bath, Universität Bremen
  So. 19.9. 13-16.30 Uhr
Mo. 20.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Di. 21.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Mi. 22.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Do. 23.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Seminar
  Zielgruppe:

Voraussetzungen:

Anforderungen:

Informatikstudentinnen im Hauptstudium, Doktorandinnen, Praktikerinnen 

Grundstudium Informatik 

Literaturstudium vor dem Sommerstudium

Frauen- und Geschlechterforschung hat gezeigt, daß eine Ignoranz bzw. Ausblendung der Kategorie Geschlecht zu einseitigen Fragestellungen, Methoden und Ergebnissen, d.h. zu einer verengten Wissenschafts- und Technikentwicklung führt. Gleichzeitig sind Forschungen, die Unterschiede zwischen Frauen und Männern in den Vordergrund stellen, in den Verdacht geraten, die Geschlechterhierarchie wiederherzustellen und zu stabilisieren. Damit befinden wir uns in einem Spannungsfeld von bestehenden Differenzen und angestrebter Nichtwirksamkeit von Geschlecht. Ziel des Seminars wird es sein, diese in der Gestal-tungsperspektive der Informatik einfließen zu lassen: Wie können wir Technologien und Software innerhalb ihrer arbeits- und lebensweltlichen Einbettung so gestalten, daß Geschlechterdifferenz abgebaut und der Geschlechterhierarchie entgegengewirkt wird? Die Beantwortung dieser Frage setzt eine differenzierte Analyse voraus. Anhand von wissenschaftlicher Literatur, eigenen Erfahrungen und Erprobungen werden wir Beispiele aus der computergestützten Kommunikation mit einem für die Geschlechterperspektive geschärften Blick untersuchen.

 
IF SOF11 Zwischen Gegenständen, Zusammenhängen und BesucherInnen: InformatikerInnen stellen Hypermedien in ein Museum
  Dipl.-Inform. Ulrike Wilkens, Universität Bremen
  Mo. 13.9. 14-18 Uhr 
Di. 14.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Mi. 15.9. 9-12.30 Uhr
Do. 16.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Fr. 17.9. 9-16 Uhr
Seminar mit Exkursion
  Zielgruppe:

Anforderungen:

Teilnehmerinnen:

Veranstaltungsplan

Vorträge von Teilnehmerinnen:
Maria Oelinger Sinn für Interaktion

offen 

Vorbereitung eines Vortrags 

16

Den Hintergrund dieser Veranstaltung bildet die Entwicklung von zwei Computerinstallationen, die im Studiengang Informatik an der Universität Bremen in Kooperation mit dem Stadtmuseum Delmenhorst realisiert wurden. Anhand dieses Beispiels soll ein Einblick in die Arbeit von InformatikerInnen gegeben werden, die Hypermedien für Museen konzipieren und realisieren. Einzelne (verallgemeinerbare!) Aspekte der Medienentwicklung wollen wir genauer betrachten: Einarbeitung in ein fachfremdes Anwendungsgebiet, Methoden des Software-Designs, Struktur von Hypermediasystemen, Entscheidungen für Entwicklungswerkzeuge und -methoden. Die Auseinandersetzung mit diesen vier Schwerpunkten wird in Seminarform stattfinden. Durch vorbereitete Vorträge der Teilnehmerinnen und Praxisberichte der Veranstalterin wird die Thematik von der theoretischen und der praktischen Seite beleuchtet. Ein Vergleich der Konzepte und Umsetzungsideen mit den "fertigen" Installationen und der Situation im Museum soll die Veranstaltung abrunden. Dazu ist eine eintägige Exkursion nach Delmenhorst geplant.

 
IF SOF16
IF NET7
CORBA - Eine Einführung in die Common Object Request Broker Architecture
  Dipl.-Inform. Margret Hesselmann, TU Bergakademie Freiberg
  Di. 14.9. 9-12.30 Uhr Vorlesung
  Zielgruppe:

Voraussetzungen:

Informatikstudentinnen im Hauptstudium 

Grundstudium Informatik, Grundkenntnisse in Programmierung, Sprachen: C++, Java

Mit der Object Management Architecture (OMA) hat die Object Management Group (OMG) eine Softwarearchitektur spezifiziert, die das Zusammenarbeiten von Anwendungen verschiedener Hersteller ermöglicht, und zwar unabhängig davon, von welchen ProgrammiererInnen und an welchem Ort, für welches Betriebssystem bzw. für welche Hardware und mit welcher Programmiersprache sie entwickelt wurden. Kern dieser Architektur ist die 1991 in der Version 1.1 herausgegebene Spezifikation des Object Request Brokers (ORB). Er ist das von der OMA vorgesehene universelle Kommunikationsmedium für beliebig gestartete Objekte in verteilten heterogenen Systemen. Der zugehörige Standard heißt CORBA. In der Vorlesung werden Grundlagen zur CORBA gegeben. Beispiele erläutern den Einsatz des ORBs und der CORBA Services.

 
IF SOF17
IF MYT7
Softwareentwicklung mit Java
  Dr. Christel Ketelsen, Hamburg
  Mo. 20.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Di. 21.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Mi. 22.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Do. 23.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Fr. 24.9. 9-12.30 Uhr
Praktikum
 belegt! Zielgruppe:

Voraussetzungen:

Anforderungen:

Teilnehmerinnen:

offen (gern gemischt) 

mindestens 1 Jahr Erfahrung mit irgendeiner Programmiersprache 

Kurzer Informationsaustausch (Fragebögen) 

12

Java ist eine systemunabhängige objektorientierte Programmiersprache, die sowohl für die Entwicklung von Anwendungen als auch für Programme im World Wide Web geeignet ist. Dieses Praktikum gibt einen Einblick in die wichtigsten Sprachelemente und Konzepte von Java. Wir werden einfache Anwendungen planen und in Java umsetzen. Dabei wird auf naheliegende Fragen aus der Praxis der professionellen Softwareentwicklung eingegangen, wie z. B. Projektorgani-sation, Vorgangsmodell, Systemarchitektur und Bedeutung der Kommunikation im Softwareentwicklungsprozeß. Neben dem Vortrag und den praktischen Übungen am Rechner werden wir in Gruppen arbeiten, z. B. um Lösungswege zu ermitteln und zu diskutieren, Ergebnisse zu präsentieren, in einem Rollenspiel ein Gespräch zwischen Entwicklerin und Kundin nachzuvollziehen und um bei Verständnisschwierigkeiten nach geeigneten Erklärungen zu suchen.

 
IF SOF18
IF MYT6
Programmierkurs C++
  Prof. Dr. Ulrike Lichtblau, Hochschule Bremerhaven
  Mo. 20.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Di. 21.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Mi. 22.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Do. 23.9. 9-12.30 und 14-16 Uhr
Fr. 24.9. 9-12.30 Uhr
Praktikum
 belegt! Zielgruppe:

Teilnehmerinnen:

Informatikstudentinnen im Grundstudium 

12

Die Veranstaltung bietet einen Einstieg in die Programmierung mit C++. Dabei steht die Objektorientierung im Vordergrund. Der Stoff wird anhand von Bei-spielen und Aufgaben vermittelt.

 
IF SOF19
IF MYT4
Einführung in Unix-Softwarewerkzeuge
  Dipl.-Inform. Petra Funk, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Saarbrücken
  So. 19.9. 13-16.30 Uhr
Mo. 20.9. 11-12.30 Uhr
Di. 21.9. 11-12.30 Uhr
Mi. 22.9. 11-12.30 Uhr
Do. 23.9. 11-12.30 Uhr
Fr. 24.9. 9-12.30 Uhr
Kurs
 abgesagt! Zielgruppe:

Voraussetzungen:

Anforderungen:

Teilnehmerinnen:

Studentinnen, insbesondere für Programmieranfängerinnen 

rudimentäre Unix-Kenntnisse, Programmiergrundkenntnisse 

kurzer Informationsaustausch vor dem Sommerstudium 

12

Softwarewerkzeuge vereinfachen das Erstellen und die Pflege von Programmen. Leider bieten wenige Studiengänge eine systematische Einführung in die Nutzung der Werkzeuge. Dann wird es mühsam, die verschiedenen Versionen und Varianten eines Programmes zu pflegen. Bis frau mal dahin kommt, sucht sie womöglich verzweifelt nach einem Werkzeug, das von den 50 Dateien des Systems nur die übersetzt, die sich gerade geändert haben. Eine kleine Hilfestellung zur Lösung solcher uns allseits bekannter Probleme soll dieser Kurs bieten. Die Werkzeuge make, cvs und rcs werden eingeführt sowie ein paar kleine UNIX-Routinen, die sich als äußerst nützlich erweisen können. Des weiteren ist ein kleiner Ausflug in die Welt des Compiler-Baus geplant, die dafür nötigen Werkzeuge lex und yacc werden vorgestellt. Ziel der Veranstaltung ist, ausgehend vom praktischen Einsatz des Werkzeugs, Wissen über das Umfeld und die technischen Grundlagen zu vermitteln. Das heißt, wir werden jeweils eine Anwendung des entsprechenden Werkzeugs betrachten und dazu das umliegende Problemfeld erläutern.

 
IF SOF20
IF MYT5
awk - die kleine Programmiersprache für zwischendurch
  Dipl.-Phys. Irene Merk, RWTH Aachen
  Mi. 15.9. 14-16 Uhr Workshop
 belegt! Zielgruppe:

Anforderungen:

Teilnehmerinnen:

Studentinnen im Grundstudium und Praktikerinnen 

Die Teilnehmerinnen können typische Probleme beim Umgang mit Dateien mitbringen, die sie lösen möchten. 

12

awk ist eine Programmiersprache, mit der im Handumdrehen kleine Skripte für den täglichen Gebrauch geschrieben werden können. Sie eignet sich besonders zur Bearbeitung von Daten- und Text-Files, in denen Veränderungen vorgenommen oder nach bestimmten Informationen gesucht werden soll. Der Workshop soll grundlegende Kenntnisse auch für Anfängerinnen vermitteln, die noch keine Programmiersprache beherrschen. Das Zurechtfinden unter UNIX wird bei Bedarf Teil des Workshops sein.

zur Einladung 


Gültig bis 31.05.2000. Letzte Änderung 01/00 K.V.