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Universität Bremen
Fachbereich 3 Mathematik / Informatik
Studiengang Informatik
AG Theoretische Informatik

[Eng.
sorry, text only in german

 

3. Sommerstudium
für Frauen in der Informatik
vom 4. - 15. September 2000

Presseecho in der
iX vom November 2000

 

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Mentoringprojekt 'MUFFIN'

Kulturprogramm

if@informatica-feminale.de

3. Informatica Feminale
Suche Informatikerin

Patricia Jung

Novum während der dritten Sommeruniversität für Frauen in der Informatik war die Jobbörse, mit deren Hilfe Firmen den Anteil von IT-Mitarbeiterinnen zu erhöhen suchten.

Mono-edukatives Technikstudium für Frauen wie der neue Internationale Frauenstudiengang Informatik ist sicher auch ein Verdienst des Projekts Informatica Feminale, das vom 4. bis 15. September zum dritten Mal in Bremen stattfand. Ein Drittel der circa 250 Studentinnen kam zum wiederholten Mal, doch über Nachwuchssorgen &emdash; auch auf Seiten der über 90 in- und ausländischen Dozentinnen &emdash; brauchten die Veranstalterinnen nicht zu klagen.

Und sie sind begehrt: Stellenanzeige um Stellenanzeige warb um Mitarbeiterinnen aus dem deutschsprachigen Raum. Auf der Jobbörse präsentierten sich 21 Firmen, vorwiegend aus dem lT- und Kommunikationsbereich. Gerade Global Players wie IBM oder HP bemühen sich mit Blick auf den vergleichsweise hohen Anteil von Technikerinnen in den USA, die mickrigen Mitarbeiterinnenzahlen in den technischen Abteilungen (IBM: circa 14 %, HP: etwa 8 %, Lycos: vorbildliche 20 %) aufzustocken.

Auch das Mentoring-Projekt MUFFIN ( borneo.gmd.de/MUFFIN2l/) zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses unter Informatikerinnen geht in die zweite Runde. Andererseits fand der Informationstag für Schülerinnen kaum Interesse, was sich auch dadurch erklärte, dass Lehrerinnen die Information kaum weitergegeben hatten.

Mehr noch als in den vergangenen Jahren lag ein Schwerpunkt auf Programmierung, Unix und Webtechniken - Bereiche, die in vielen informatiknahen Studiengängen versteckt und meist zu Unrecht vorausgesetzt werden. Gerade hier ist großer Bedarf vorhanden, wie auch eine Umfrage unter den Teilnehmerinnen zeigte.

Überblick und Detail

Die Veranstaltungen - von der eineinhalbstündigen Vorlesung bis zum mehrtägigen Praktikum - wurden unter den Themenbereichen ,Vernetzung', ,Softwareentwicklung als Prozess' sowie ,Interaktion und Modellierung' zusammengefasst. Eine öffentliche Ringvorlesung hielt das Lehrangebot zusammen, in der bekannte Dozentinnen wie Prof. Dr. Nadia Magnenat-Thalman, Direktorin des MIPAlab an der Uni Genf und Schöpferin der virtuellen Marilyn (www.miralab.umge.ch/MARILYN/VIRTUAL/virtual.html), oder Dr. Sally Jo Cunningharn von der University of Walkato, Neuseeland (Greenstone digital library www.nzdl.org/), ihre Projekte vorstellten oder Uberblicksvorlesungen gaben.

Großer Wert wurde auf Interdisziplinarität und Wissensvermittlung aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich (Gender Studies, Philosophie) gelegt. Daneben bot sich die Möglichkeit, im Beruf benötigte Qualifikationen zu erlangen, die an der Hochschule kaum vermittelt werden. So verband eine Gruppe Studentinnen das Technische mit dem Journalistischen, indem sie eine online wie offline erhältliche Tageszeitung entwickelte und publizierte.

Häufig zu hören beim Abschied: ,Kommst Du auch nächstes Jahr wieder?' Der Termin steht fest: 3. bis 14. September 2001 (Näheres demnächst unter www.informatica-feminale.de/).

(ka)

Copyright des Textes: Verlag Heinz Heise, Hannover, 2000

Letzte Änderung 12/00 K.V.


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