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Orte des Experimentierens und der fachlichen Kommunikation
Mit der
Initiierung der 'Informatica Feminale – Sommeruniversität
für Frauen in der Informatik' im Jahre 1997 haben wir
einen Raum geschaffen, um neuartige Maßnahmen zur Frauengleichstellung
im Wissenschaftsbereich zu entwickeln und zu erproben. Unser
konzeptueller Ausgangspunkt ist dabei eindeutig fachlicher
Art.
Wir möchten Frauen IN der Informatik aktivieren, für
sich und für andere Informatikerinnen ebenso wie für
am Fach interessierte Frauen Orte des Austausches zu gestalten.
Dieser Austausch basiert auf fachlichen Themen, schließt
jedoch die persönliche Ebene über intensive Kommunikationsangebote
mit ein.
Die
Informatica Feminale ist ein Ort des Experimentierens, um
neue Impulse in das Informatikstudium zu bringen.
Drei konzeptionelle
Aspekte einer universitären Bildung – Definition
von curricularen Grundlagen, Ausbildung von Studierenden und
Förderung von Lehrenden – sind in diesem Ansatz
eng miteinander verbunden. Sie verzahnen Studieren, institutionelle
Strukturen und die Kultur an einer Universität. Gerade
in technischen Fächern sind diese Bereiche sehr von männlichen
Interessen geprägt. Mit der Informatica Feminale wollen
wir Frauen auf verschiedenen universitären oder wissenschaftlichen
Handlungsebenen unterstützen, hier verstärkt Einfluss
zu nehmen.
Wir sehen
sowohl die Studien- und Forschungsinhalte der Informatik wie
auch die Struktur und Kultur im Hochschulbereich als zentrale
Ausgrenzungsfaktoren für Frauen in der Informatik an.
Deshalb dürfen Gleichstellungsmaßnahmen nicht bei
der Frage nach der Vermittlung fachlicher Inhalte stehen bleiben,
sondern müssen auch Veränderungen der Studienkultur
im Sinne von geänderter Studienatmosphäre und veränderten
Schwerpunkten in der Ausgestaltung des Hochschul- und Forschungsalltags
in Betracht ziehen.
Dies wird
ein langer Weg sein, doch fachliche Vernetzung ist eine unabdingbare
Voraussetzung. Die Informatica Feminale soll Möglichkeiten
schaffen, den Einfluss von Frauen auf den verschiedenen universitären
oder wissenschaftlichen Handlungsebenen zu stärken.
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